Lachende und weinende Augen gab es am Dienstagabend im Seßlacher Stadtrat zu sehen. Schweren Herzens musste Bürgermeister Maximilian Neeb (FW) den langjährigen Mitarbeiter Fabian Leppert verabschieden, der Seßlach zuletzt fünf Jahre lang als Kämmerer trotz hoher Investitionen Haushalte ohne Neuverschuldung ermöglicht hatte. Gemeinsam mit Geschäftsleiter Bernd Vogt hatten Neeb und Leppert als "Dreierrunde" harmonisch und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Gleichzeitig konnte der Rathauschef mit Sandra Geiger eine vielversprechende Nachfolgerin präsentieren. Zum 1. Dezember wird die Verwaltungs- und Betriebswirtin ihre neue Aufgabe angehen. Sie habe Neeb beim Vorstellungsgespräch als "jungen, engagierten und motivierten Bürgermeister erlebt, der einiges vorhat", lobte die 45-Jährige. Unter anderem hatte ihr das Stadtoberhaupt davon berichtet, dass er Seßlach zur attraktivsten Kommune im Landkreis machen möchte. Geiger: "Dazu möchte ich gern meinen Teil beitragen." Weiter sagte die Coburgerin: "Die Aufgaben liegen mir und ich freue mich sehr auf meine neue Tätigkeit."

Leppert wechselt nach 13 Jahren in Seßlach als Geschäftsleiter zur Stadt Bad Staffelstein. "Dein Fachwissen im Bereich der kommunalen Haushaltswirtschaft, aber auch im Personalwesen und anderen Sachgebieten sucht seinesgleichen", gab ihm Neeb große Vorschusslorbeeren mit auf den Weg. Der 34-Jährige sagte: "Das war für mich nicht nur ein Job, denn ich konnte aktiv die Zukunft dieser schönen Stadt mitgestalten." Mit Haushalten ohne Neuverschuldung hat der scheidende Kämmerer die Latte für seine Nachfolgerin hoch gelegt.

Förderrichtlinien geändert

Um schneller auf Anträge reagieren zu können, ändert die Stadt Seßlach ihre Sportförderrichtlinien: Künftig kann der Haupt- und Finanzausschuss, bisher allein für die Vorberatung zuständig, selber über die Anträge entscheiden. Der Vorschlag der Verwaltung wurde einstimmig gutgeheißen. Der VfB Autenhausen erhält gemäß der gültigen Regelung einen Zuschuss für die beantragte Renovierung des vereinseigenen Sportheims (10 Prozent der Kosten, bis höchstens 5000 Euro).

Eine Woche nach Freigabe der Ortsdurchfahrt der CO 6 konnte am Samstag auch der Anbau der Kindertagesstätte "Schneckenhaus" in Heilgersdorf eingeweiht und nach drei Jahren Planung und Bau in Betrieb genommen werden. Die Stadt Seßlach unterstützte Anbau und Sanierung der Kita sowohl finanziell, mit insgesamt rund 440 000 Euro, als auch personell, beim Zuschuss durch den Freistaat Bayern. Neeb: "Ich wünsche der evangelischen Kirchengemeinde und vor allem dem Kindergartenteam viel Spaß und Freude in der neuen Einrichtung."

Der Vorplatz der Seßlacher Stadtpfarrkirche wurde notdürftig durch den Bauhof ausgebessert, um die größten Stolperfallen zu beseitigen. Ziel müsse eine zeitnahe Sanierung des Kirchplatzes sein, sagte Neeb. bek