von unserem Mitarbeiter Michael Kraus

Dresden — Der City-Lauf durch die historische Altstadt von Dresden mit ihren barocken Sehenswürdigkeiten lockte insgesamt über 8700 Laufbegeisterte an. Davon waren rund 1500 Teilnehmer auf der klassischen Marathondistanz über 42,195 Kilometer am Start. Mit dabei unter ein Trio der LG Ludwigschorgast: Trainer Michael Kraus mit Sindy Meier und Susanne Schubert. Ein sehr gut gelungenes Debüt feierte Susanne Schubert, die mit einer guten Renneinteilung auf Anhieb mühelos die Vier-Stunden-Marke knackte.
Bevor die berühmte Augustusbrücke überquert wird, werden der Dresdner Zwinger, der Theaterplatz mit der weltberühmten Semperoper, Resi-denzschloss und die Kathedrale passiert. Ein weiterer Höhepunkt folgt durch den Großen Garten, der größten Parkanlage der Landeshauptstadt Sachsens. Auch der Streckenabschnitt an der Elbe war eine Augenweide.
Besser konnten die äußeren Bedingungen für die Langstreckler nicht sein: Kaiserwetter und ideale Lauftemperaturen um die 20 Grad Celsius.

Vorsichtiger Beginn

Das Trio begann vorsichtig, lief die ersten zehn Kilometern knapp unter 58 Minuten. Danach wurde das Tempo leicht erhöht. Die Halbmarathonmarke wurde nach 2:00:46 Stunden erreicht, nach 2:50 Stunden Kilometerpunkt 30 passiert. Das Tempo immer noch präzise wie ein Schweizer Uhrwerk bei 10,7 Stundenkilometern.
Doch die entscheidende Phase kam noch. Die Marathonläufer kennen ihn, den "Mann mit dem Hammer", der irgendwo wartet und dann erbarmungslos zuschlägt. "Gefürchtet sind die Kilometer zwischen 32 und 36", weiß Routinier Michael Kraus.
Doch seine beiden Schützlinge zeigten keine Ermüdungserscheinungen und passierten mühelos die 35-Kilometer-Marke nach 3:17:54 Stunden.
Auf den letzten vier Kilometern ging dann die Post ab. Das LG-Team lief mit einem "Fünfer-Kilometerschnitt" nur noch auf der Überholspur und überschritt freudestrahlend nach 3:56:28 Stunden die Ziellinie am Kongresszentrum. Die 33-jährige Susanne Schubert kann es kaum fassen: "Es war einfach ein ganz tolles Erlebnis. Diese Zeit hätte ich nie und nimmer für möglich gehalten". Die Wahl-Mainleuserin hat ihren ersten Wettkampf (zehn Kilometer) im März 2013 bestritten und sich seit einem halben Jahr gezielt auf den Dresden-Marathon vorbereitet. Für ihre gleichaltrige Vereinskollegin Sindy war es schon der dritte Marathon, den sie erfolgreich bewältigte. Und diesmal konnte die Burghaigerin um einige Sekunden ihre persönliche Bestzeit verbessern.

Im vorderen Drittel

Auch ihre Platzierungen sind beachtenswert. Susanne belegte den 12. Platz in der Altersklasse W 30 und Sindy den 13. Platz. Im Gesamteinlauf waren sie mit ihren Rängen 74 und 75 im vorderen Drittel zu finden.
Das Trio ist der einhelligen Meinung: " Der Dresden-Marathon hat seinen besonderen Charme und ist auf jeden Fall eine Teilnahme wert."