Im Landkreis Lichtenfels betrug die Arbeitslosenquote im März 3,7 Prozent (Februar: 3,9 Prozent, Vorjahresmonat: 3,4 Prozent). Die Arbeitslosenzahl belief sich auf 1439. Das sind 100 weniger als im Februar (- 6,5 Prozent), aber 106 mehr als im Vorjahresmonat (+ 8 Prozent).

Der Stichtag für den Arbeitsmarktbericht im vergangenen Monat war der 12. März. Das war vier Tage, bevor die Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen der Politik die wirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt haben. Welche Folgen das auf den Arbeitsmarkt hat, kann frühestens ab dem nächsten Monat statistisch bilanziert werden.

Anstieg seit dem letzten Jahr

Im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg betrug die Arbeitslosenquote im März 3,1 Prozent (Februar: 3,3 Prozent, Vorjahresmonat: 3,0). Der Agenturbezirk, in dem zu diesem Zeitpunkt 11 006 Arbeitslose gemeldet waren, umfasst Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels.

Die bereits im Februar begonnene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt gewann in der ersten März-Hälfte an Fahrt. Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich um 671 Personen (- 5,7 Prozent). Der Rückgang war in allen Kreisen und Städten des Agenturbezirks zu spüren. Seit dem letzten Jahr ist die Arbeitslosigkeit aber um 442 Personen (+ 4,2 Prozent) gestiegen. Der Bestand an sozialversicherungspflichtigen Stellen hat im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg seit dem Vorjahr mit 6729 Beschäftigungsangeboten um 15,7 Prozent (- 1254) abgenommen.

Boris Flemming, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, erklärt zur aktuellen Situation der Region: "Mit der Corona-Krise ab Mitte des Monats hat sich die Situation nahezu komplett geändert. Existenzsicherung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber hat für uns jetzt oberste Priorität. Wir setzen daher unsere Mitarbeiter gezielt auf die Bereiche Telefonie, Beratung und die Bearbeitung von Leistungen wie Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld an. Um das Geld zum Monatswechsel muss sich daher niemand sorgen." red