Nachdem die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und TransnetBW für die Mehrheit der Abschnitte des Südlink ihre Anträge bei der Bundesnetzagentur eingereicht haben, hat diese die Bundesfachplanung eröffnet. Im Mai und Juni werden nun für die verschiedenen Abschnitte öffentliche Antragskonferenzen stattfinden. Nach dem Auftakt in Ilmenau geht es am 15. Mai in Bad Kissingen, am 23. Mai in Fulda und am 30. Mai in Gotha weiter.
Worum es in diesen Veranstaltungen geht und in welcher Form sich Bürger beteiligen können, erklärt Elke Weingarten, Landschaftsplanerin bei der Bosch & Partner GmbH und als solche zuständig unter anderem für umwelt- und naturschutzrechtliche Prüfungen.

Was wird in den Antragskonferenzen besprochen?
Auf den Antragskonferenzen stellen die Übertragungsnetzbetreiber ihren Vorschlagskorridor sowie die bis dahin untersuchten alternativen Korridorverläufe für den jeweiligen Abschnitt des Südlink vor. Weil mit diesem Schritt eine mögliche Betroffenheit vor Ort konkreter wird, ist insbesondere die Antragskonferenz der beste Einstieg für Bürgerinnen und Bürger, um Einfluss auf die möglichen Trassenkorridore zu nehmen. Jede Bürgerin und jeder Bürger, aber auch Verbände und Vereine sollten ihre Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen der Konferenz nutzen und ihre Ideen und Bedenken zu Protokoll geben. Als Ergebnis der Antragskonferenz legt die Bundesnetzagentur dann fest, welche Trassenkorridore weiter oder auch zusätzlich untersucht werden und welche Unterlagen die Übertragungsnetzbetreiber noch bereitstellen müssen.

Was gilt es bei Einwendungen zu beachten?
Die Inhalte der Einwendungen sollten sich auf die Ebene der Bundesfachplanung beziehen. Beispielsweise würden Einwände, die den grundsätzlichen Bedarf der Leitung anzweifeln, auf dieser Ebene ins Leere laufen, da der Bedarf bereits im Vorfeld abschließend festgestellt wurde.

Sind die Antragsunterlagen für die jeweiligen Abschnitte einzusehen?
Auf der Webseite www.netzausbau.de der Bundesnetzagentur steht Kartenmaterial mit dem aktuellen Vorschlagskorridor und den untersuchten Alternativen bereit. Die Termine und Orte für die Antragskonferenzen entlang des Südlink sowie Informationen rund um die Themen Bürgerbeteiligung und Stromnetzausbau finden Sie auch unter Bürgerdialog Stromnetz: www.buergerdialog-stromnetz.de.

Was ist der Bürgerdialog Stromnetz?
Der Bürgerdialog Stromnetz ist eine Initiative für den offenen und transparenten Austausch zwischen allen Beteiligten rund um den Ausbau des Stromnetzes in Deutschland. Dazu stellt der Bürgerdialog Stromnetz grundlegende Informationen bereit und beantwortet Fragen zum Netzausbau. Gefördert wird der Bürgerdialog Stromnetz vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Zur besseren Vorbereitung der Konferenz werden interessierte Bürger gebeten, sich unter www.netzausbau.de anzumelden. red