Annabelle Ohla freut sich auf ihre Arbeit als Allianz-Managerin in der Integrierten Ländlichen Entwicklungsgemeinschaft (ILE) "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland". Ihre Aufgabe wird es sein, ein gemeindeübergreifendes Entwicklungskonzept umzusetzen. Um die Anstellung zu ermöglichen, hatten die 14 Kommunen aus den Landkreisen Kulmbach, Bayreuth und Hof eigens einen eingetragenen Verein ins Leben gerufen.


Zentrale Anlaufstelle

Vorsitzender ist der Himmelkroner Bürgermeister Gerhard Schneider, der die neue Mitarbeiterin begrüßte. "Wir haben jemanden gesucht, der sich zentral um die Angelegenheiten der gemeindeübergreifenden ILE kümmert", sagte er. Einige kleinere Maßnahmen habe man bereits angeschoben, doch die Weiterentwicklung sei etwas zu kurz gekommen, räumte Schneider ein. "Ich hoffe und wünsche, dass wir jetzt mehr Projekte anschieben können, die gemeindeübergreifend wirken." Er sei zuversichtlich, mit der neuen Allianz-Managerin "etliches voranzubringen".
Annabelle Ohla (26) stammt aus Bayreuth. "Ich komme aus der Region und kenne mich hier auch sehr gut aus. Ich habe an der Universität Bayreuth meinen Bachelor in Geografie und meinen Master in Humangeografie gemacht", sagte sie. Dabei habe sie sich im Studium vor allem mit ländlichen Projekten beschäftigt. Mit Freude habe sie nach dem Abschluss festgestellt, "dass auch in der Heimatregion derartige akademische Stellen gefragt sind".
Annabelle Ohla wird mit der Bearbeitung und Umsetzung der im ILE-Konzept definierten Projekte und Handlungsfelder betraut sein. Sie ist Ansprechpartnerin für die beteiligten Kommunen sowie der regionalen Akteure. Ganz weit oben auf der Agenda steht für sie der Hochwasserschutz, aber auch der demografische Wandel sei ein wichtiges Thema. Sie werde sich auf die Suche nach einer Frage begeben: "Wie können wir zusammenhelfen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen, was eine einzelne Gemeinde nicht stemmen könnte."


"Sehr offene Person"

Die neue Managerin bezeichnet sich selbst als eine sehr offene Person. "Ich arbeite gerne mit Menschen und öffentlichen Entscheidungsträgern zusammen. Ich will als unparteiische Person erst einmal die Meinung aller hören. Wichtig ist es natürlich, am Anfang auch Projekte zu generieren, bei denen eine schnelle Umsetzung möglich ist." Nicht nur die Kommunen, auch die Bürger sollten merken: "Da bewegt sich etwas."