Im Gasthaus "Zum Frack" zog 1. Vorsitzender Florian Neder eine überwiegend positive Bilanz seines zweiten Jahres an der Vereinsspitze des Musikvereins Steinberg. Nach einem prall gefüllten Kalender im Vereinsjahr 2018 sei es das Ziel gewesen, die Termine im Jahr 2019 im Rahmen zu halten. Dies habe sich allerdings als schwierig erwiesen, da viele Termine erst kurzfristig mitgeteilt worden seien. So wurden insgesamt 62 Termine abgeleistet, davon 50 im Kalenderjahr 2019 sowie zwölf - von geplanten 63 - im Kalenderjahr 2020.

"2019 konnten alle traditionellen Feste des Musikvereins stattfinden", freute er sich. Neben dem Kinderfasching und dem Gartenfest gab es wiederum ein Weihnachtskonzert. Zudem wurde das Chorkonzert des Männergesangvereins "Cäcilia" Steinberg vom Musikverein musikalisch umrahmt - sozusagen als Feuertaufe für den neuen 1. Dirigenten Valerij Efremov. "Mit einer Auswahl aus bekannten und teils unbekannten Stücken gelang es unserem neuen 1. Dirigenten beim Weihnachtskonzert, die Zuschauer zu begeistern", würdigte der Vorsitzende, der diesem für seine Arbeit in seinem ersten Jahr dankte. Er habe sich gut eingelebt und passe sehr gut zum Verein. Dankenswerterweise könne man für den Probenbetrieb - aufgrund der aktuellen Renovierung der Alten Schule - die Räumlichkeiten des Wasserwerks nutzen. Wann die Alte Schule wieder bezogen werden könne, sei noch nicht bekannt. "Nach ersten Proben im Wasserwerk brachte die Corona-Pandemie das öffentliche Leben und so das Musizieren zum Stillstand", bedauerte Neder. Viele Geburtstage wie auch Feiern seien abgesagt worden. Auch die Jahreshauptversammlung habe verschoben sowie das Gartenfest abgesagt werden müssen. Der Ausschuss entschied sich gegen einen Probenbetrieb bis Anfang September und damit verbunden gegen sämtliche weitere Aktivitäten wie beispielsweise Kirchweih-Ständchen.

"Eine zunächst nette Idee war es, in der Krise den Menschen durch die Aktion ,Musik aus dem Fenster' eine Freude zu bereiten", stellte er heraus. Schnell habe sich diese Aktion aber - entgegen geltenden Gesetzen und Empfehlungen des Nordbayerischen Musikbundes - zu sonntäglichen Events entwickelt, deren Ausmaß kaum abzuschätzen gewesen wären, hätte sich unter den Musikern oder Schaulustigen eine mit Corona infizierte Person befunden. Daher fällte man im Ausschuss den Beschluss, dies nicht fortzuführen. Leider hätten sich jedoch einige angehörige Musiker der Ausschussmitglieder nicht daran gehalten und dies ohne sein Einverständnis bzw. das seiner Stellvertreterin fortgeführt. Diese Missachtung über den Beschluss der Vorstandschaft hinweg veranlasse ihn dazu, seine Arbeit als Erster Vorsitzender nicht fortzusetzen. Erster Dirigent Valerij Efremov berichtete von einem bis zu Beginn der Corona-Pandemie musikalisch erfolgreichen Vereinsjahr. "Wir konnten die musikalische Qualität weiter steigern", freute er sich und appellierte, sich verstärkt um die Gewinnung von Musiker-Nachwuchs zu bemühen. Hierum kümmern sich Anna Geiger und Kevin Beiergrößlein, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Jugend im Verein zu stärken.

Unter dem Punkt Sonstiges kamen nochmals die Differenzen zur "Musik aus dem Fenster"-Aktion zur Sprache. Dabei habe es sich, so die beteiligten Musiker, nicht um eine Veranstaltung des Musikvereins, sondern rein privater Natur einiger Vereinsmitglieder gehandelt.

Die Neuwahlen hatte folgendes Ergebnis. Neue Erste Vorsitzende ist die bisherige Stellvertreterin Andrea Baierlipp. Ihr stehen Zweiter Vorsitzender Stefan Fischer, Schriftführerin Nina Geiger (zuvor Peter Oelschlegel) sowie Erster Kassier Stefan Gerber zur Seite. Neuer Zweiter Kassier ist Jens Wachter als Nachfolger von Antje Tries. Andrea Baierlipp zeigte sich dankbar für das ihr entgegengebrachte Vertrauen und sicherte zu, die Geschicke im Sinne des Vereins weiterzuführen. Beisitzer aktiv: Maria Gerber, Martin Geiger sowie - alle neu - Anna Geiger, Daniel Müller und Kevin Beiergrößlein, Beisitzer passiv: Uwe Buckreus, Manfred Bauer, Michael Fischer (neu), Kassenprüfer: Veit Sesselmann, Michael Gerber. hs