Bei einem Pressetermin im Konventbau von Klosterlangheim im Landkreis Lichtenfels stellten der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken, leitender Baudirektor Anton Hepple, und sein für Westoberfranken zuständiger Abteilungsleiter Wolfgang Kießling die in Broschüren dokumentierten Leistungen ihres Amtes aus dem Jahr 2016 für die Landkreise Lichtenfels, Coburg und Kronach vor.
Im Landkreis Coburg seien im Jahr 2016 elf Verfahren der ländlichen Entwicklung bearbeitet worden, stellte Anton Hepple fest. Dabei wurden in fünf politischen Gemeinden in insgesamt 13 Ortschaften Dorferneuerungsverfahren betreut, von denen etwa 3300 Einwohner im Landkreis berührt wurden. Die Maßnahmen der Flurneuordnung und Dorferneuerung hätten im Landkreis Coburg im vergangenen Jahr Investitionen in Höhe von 1,24 Millionen Euro ausgelöst.
Als Highlight stellte Anton Hepple die integrierte ländliche Entwicklung der Initiative Rodachtal besonders heraus, die im Oktober 2016 den Bayerischen Staatspreis für ländliche Entwicklung erhielt. Die Initiative Rodachtal, die sich nach dem kleinen Fluss benannte, der von seinem Ursprung in Südthüringen bis zu seiner Mündung in die Itz im Coburger Land mehrfach die thüringisch-bayerische Grenze wechselt, habe vor allem durch ihre jahrelange grenzüberschreitende Arbeit zwischen Bayern und Thüringen überzeugt.


Auch von Eler profitiert

Vom Förderprogramm Eler (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) können zwei Landkreisgemeinden profitieren. In Untersiemau wurde für die Neugestaltung des Freizeitgeländes mit Sanierung des Schlossteiches, für die sich Kosten von 489 000 Euro ergeben, eine Förderung in Höhe von 202 000 Euro bewilligt. Die Umnutzung des ehemaligen Lehrschwimmbeckens in Witzmannsberg (Gemeinde Ahorn) zu einem Dorf-, Kultur- und Gemeinschaftsraum mit veranschlagten Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro werde mit EU-Mitteln in Höhe von 602 000 Euro gefördert.
Ende November 2016 sei mit einem 460 Meter langen Wegstück in der Gemeinde Weitramsdorf der erste Kernweg Oberfrankens fertiggestellt und zur Nutzung übergeben worden, wobei die Wegebaumaßnahme von seinem Amt in einer Höhe von 75 Prozent gefördert wurde, betonte Anton Hepple. Bei Kernwegen handelt es sich um flurübergreifende, gut ausgebaute Wege entsprechend einem gemeindeübergreifenden Konzept im Zuge einer integrierten ländlichen Entwicklung.
Außerdem bearbeitete das Amt für ländliche Entwicklung in den Ortslagen Beuerfeld und Ottowind (Gemeinde Meeder) sowie Blumenrod (Stadt Rödental) einen freiwilligen Landtausch. thi