Weilersbach — "Dass ich einmal 90 Jahre alt werden würde, hätte ich nicht gedacht", gesteht Maria Seitz, die dieses Alter kaum glauben kann. Zwischen 1925 und 2015 liegen 90 Jahre des Glücks, der Zufriedenheit, aber auch harter Arbeit für Maria Seitz.
"Immer viel" habe sie gearbeitet, erzählte die Jubilarin, die 40 Jahre lang in der Forchheimer Weberei beschäftigt war. "Es war mühevoll. Ich bin tagtäglich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren, bei Wind und Wetter", erinnert sich die Jubilarin.
Ihr Lebensrad begann sich in Weilersbach zu drehen, wo sie als Maria Dennerlein geboren wurde. Hier wuchs sie auf und ging zur Schule. Sie blieb in Weilersbach, auch als sie 1956 ihren Mann Ludwig aus Rettern heiratete. Schon bald nach ihrer Heirat bauten sie ein Haus "Am Anger", in dem sie heute noch, unterstützt von Tochter Lydia, wohnt. Ihr Mann Ludwig starb 1984. Doch Maria Seitz blieb nicht allein zurück. Sie hat zwei Töchter und drei Enkel. Ihr kleiner "Sonnenschein" ist Urenkelin Sophia. Das Wohl der Familie war Maria Seitz immer wichtig. "Fleißige Hände hatte sie immer", erzählt ihre Familie. Wenn sie nicht gerade ihrer Tochter Monika und ihrer Enkelin Sandra in der Weilersbacher Gaststätte Hubert half, klapperten ihre Stricknadeln für ihr leidenschaftliches Hobby: Das Socken stricken.
Keinesfalls versäumt sie die Lektüre der Tageszeitung und am Sonntag den Gottesdienst, den sie im Fernsehen verfolgt. Einen liebevollen Kontakt hält die Jubilarin vor allem zu ihrer betagten Schwester Anni, der "Franziskanerschwester Imelda", die zum Fest gekommen war. Weitere Gratulanten waren Vizelandrat Otto Siebenhaar, Pfarrer Oliver Schütz, Vertreter des Trachtenvereins, des VdK-Ortsverbandes und Bürgermeister Gerhard Amon, dessen Glückwünsche die Weilersbacher Musikanten musikalisch unterstrichen. dia