Anlässlich des Endes des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren hatte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zahlreiche internationale und regionale Veranstaltungen geplant. Wegen Corona musste vieles verschoben werden oder ganz ausfallen. Auch das traditionelle Benefizkonzert des Bezirksverbandes München im März wurde drei Stunden von Beginn abgesagt und auf den Herbst verschoben, teilt der Volksbund mit. Als klar wurde, dass auch dieser Termin wankt, entstand die Idee, das Konzert durchzuführen, aber als Hörfunk- bzw. Fernsehkonzert aufzuzeichnen.

Es gelang: Der Bayerische Rundfunk zeichnete das Konzert des Musikkorps der Bundeswehr und die Gesprächsbeiträge auf: Zu Wort kommen der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder, Bundesfinanzminister a. D. Theo Waigel, Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, der 20-jährige Workcamp-Teilnehmer Alexander Groß, die 97-jährige ehemalige Lazarettkrankenschwester und Zeitzeugin Rosemarie Leidenfrost, Oberstleutnant Christoph Scheibling, Leiter des Musikkorps der Bundeswehr und Wolfgang Schneiderhan, General a. D., Präsident des Volksbundes. Der Landesvorsitzende des Volksbundes in Bayern, Wilhelm Wenning, sagt dazu: "Wir würden uns freuen, wenn wir mit der Ausstrahlung der Konzertaufzeichnung in dieser bleiernen Zeit eine kleine Freude und Stunden der Muße bereiten können." Gesendet wird das Konzert am Volkstrauertag, 15. Oktober, von 9 bis 10 Uhr im BR-Fernsehen sowie am Totensonntag, 22. November, von 12 bis 14 Uhr auf ARD alpha. red