In der Marktgemeinde tut sich etwas. Einstimmig votierten die Thurnauer Räte für Neuerungen im Markt. Die Heizung in der Schule und die Lüftung der Turnhalle haben schon oft für Kopfschütteln gesorgt, weil die Technik einfach nicht reibungslos funktionieren wollte. "Die Probleme sind seit langem bekannt. Jetzt hat uns die Firma Schwender, die auch schon die Vorarbeiten getätigt hat, ein Angebot gemacht, um die Regelungstechnik zu verbessern", erklärte Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU). Zwar kostet die Erneuerung der Regelungstechnik 15 772 Euro, so das Angebot der Firma Schwender, doch der Verbrauch kann sofort um zwanzig Prozent gesenkt werden. Das entspricht einem Einsparpotenzial von rund 4000 Euro.
Detlef Zenk (FW/ÜWG) hakte nach, ob der Vorschlag auch dem Konzept der Energieagentur entsprechen würde. Bürgermeister Martin Bernreuther konnte dies nur bestätigten. Die Erneuerung der Regeltechnik sei ein Mittel, das Energieberater Uwe Täuber von der Energieagentur als kurzfristige und kostengünstige Maßnahme erarbeitet hatte.
Außerdem sollen Heizungsumwälzpumpen ausgetauscht werden. In der Schule sind mehrere solcher Pumpen ausgefallen. Sie sollen durch Hocheffizienzpumpen ersetzt werden. Kosten: 9099 Euro. Bürgermeister Martin Bernreuther rechnet bei der Investition mit dreißig Prozent Fördermitteln.
Der Markt Thurnau investiert auch in anderen Bereichen. Die Kommune wird eine neue Ölabscheideanlage kaufen. Die alte Anlage ist zu klein, nicht mehr zulässig. Zwei Firmen haben ein Angebot abgegeben. Allerdings kalkulierte ein Unternehmen Planungsleistungen in Höhe von 5000 Euro ein. Die Marktgemeinderäte entschieden sich, den Auftrag an die Firma Inowa Abwassertechnik zum Angebotspreis von 13 200 Euro zu vergeben. Das Unternehmen war der günstigste Bieter. Der Bauhof muss beim Einbau noch Eigenleistungen im Wert von rund 8000 Euro tätigen, doch auch bei dem deutlich höheren Angebot wären diese Leistungen fällig gewesen.
Auch die Tiefbrunnenpumpe beschäftigte die Thurnauer Räte. Die Pumpe hatte einen Defekt, aus diesem Grund hat Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) eine neue Pumpe (für rund 12 000 Euro) bestellt. Ohne Bedenken erteilten die Räte die nachträgliche Genehmigung. Die alte Pumpe solle, wenn möglich, repariert werden und als Ersatzpumpe dienen.


Neue Fenster sind nötig

Auf die Tagesordnung hievte Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) die Erneuerung der Fenster in der gemeindlichen Hausmeisterwohnung. Schon vor sechs Jahren diskutierten die Thurnauer über diese Maßnahme, stellten sie dann aber hintan. Jetzt bestehe äußerst dringender Handlungsbedarf, appellierte Bernreuther. Detlev Zenk (FW-ÜWG) regte an, prüfen zu lassen, ob der Fenstertausch förderfähig sei. Hans-Friedrich Hacker (CSU) wandte ein, dass die Förderung bei einer Summe von 5000 Euro vielleicht 500 Euro betrage. Man solle die Maßnahme lieber nicht verzögern. Bürgermeister Martin Bernreuther will prüfen, ob eine Förderung ausgeschüttet werden könne. Wenn nicht, hat er die Ermächtigung von den Räten bekommen, den Fenstertausch zu veranlassen.
Bei der jüngsten Sitzung standen zudem zahlreiche Bauanträge auf der Tagesordnung. Der kurioseste Antrag stammt von der Kulmbacher Bank. Denn die Bank beantragte das gemeindliche Einvernehmen zur Errichtung einer LED-Außenwerbeanlage. Tatsächlich hat der Marktgemeinderat bereits 1958 eine Außenwerbeanlage für dieses Gebäude genehmigt. Allerdings war diese damals viel kleiner - zudem war in dem Gebäude ein "Kleinverbrauchermarkt" untergebracht, so Bürgermeister Bernreuther (CSU). "Da die jetzige Anlage größer ist, müssen wir den Antrag an das Landratsamt zur fachlichen Prüfung weiterleiten", erklärte der Bürgermeister.