Da freuten sich viele drauf: Auf den "Nachmittag für Jung und Alt", den der SPD-Ortsverein zum neunten Mal durchführte.
Bei Kaffee und Kuchen verbrachten zahlreiche Gäste ein paar schöne Stunden, gewürzt mit einem nostalgischen Quiz und einem interessanten Diavortrag, für den Gemeinderat Franz Klatt alte Dias des früheren Gartenbau-Vorsitzenden Emil Kleinwächter ausgegraben hatte - mit teils unbekannten Aufnahmen aus der Zeit von 1910 bis in die späten 50er Jahre.


Lustige Raterunde

Da ging das Rätselraten los, vor allem die Bilder von Häusern, die es nicht mehr gibt, ließen ins Grübeln kommen. Und man wurde auch fündig, denn über 80 Jahre alte Neudrossenfelderinnen trugen zur Aufklärung bei. Klatt zog danach als Fazit: "Wir sehen, wie sehr sich Neudrossenfeld vom bäuerlichen Leben zur modernen Wohngemeinde gewandelt hat. Fast alle Gebäude waren von Staketenzäunen umgeben und Bäume und Sträucher noch viel dominanter."


Wie im Fernsehen

Dann folgte ein vergnüglicher Spaziergang durch Jahrzehnte Fernsehquiz-Geschichte von "Am laufenden Band" mit Rudi Carrell bis zu "Dalli, Dalli" mit Hans Rosenthal und "Was bin ich" mit Robert Lemke und dem Sparschwein.
Das war in Neudrossenfeld schnell gefüllt, weil die Berufe nicht leicht zuzuordnen waren. Auf jeden Fall hatten die Kandidaten und die Rater reichlich Spaß.
Für die netten Ideen zeichnete Zweite Bürgermeisterin und Ortsvereins-Vorsitzende Michaela Schirmer verantwortlich. Zum Schluss durften die Besucher Wunschzettel ausfüllen: Sie hätten gern mehr Abfallbehälter, mindestens einen am Rotmain-Auenweg, den Ausbau der Radwege in die Außenorte, Mietwohnungen für "junge Leute" und eine behindertengerechte Pflasterung auf dem Schlossplatz und Marktplatz. Auf einem Zettel stand: Die Gemeinde sollte mehr Flüchtlinge aufnehmen.