Als Vertriebener kam Max Heider, im schlesischen Hirtenau geboren, nach der Kriegsgefangenschaft in Sibirien und einem langen und beschwerlichen Weg an Weihnachten 1946 nach Weißenbrunn. Dieser Tage feierte er seinen 90. Geburtstag.
"Ich habe großes Glück gehabt, noch rechtzeitig nach Deutschland gekommen zu sein", sagt Heider. Viele seiner Kriegskameraden seien in russischen Gefangenenlagern zurückgeblieben.
1948 heiratete er seine Barbara in der Dreieinigkeitskirche in Weißenbrunn. 37 Jahre war der Jubilar seinem Arbeitgeber, dem Kunststoffwerk Stockard, treu. Loyalität erwies der Natur- und Gartenfreund auch einigen Vereinen. So gehört er seit 54 Jahren dem Obst-und Gartenbauverein an, davon 27 Jahre als Zweiter Vorsitzender. Heute ist er Ehrenmitglied, ebenso beim TSV Weißenbrun, dem er seit 64 Jahren die Treue hält. Ferner gehört er seit Jahrzehnten dem örtlichen Musikverein und der Feuerwehr an.
In der Gewerkschaft Bergbau Chemie Energie ist er seit 65 Jahren Mitglied. Schon als junger Mann machte er den Segelflugschein. Zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählen heute noch die Gartenarbeit, besonders seine Erdbeerenzucht, der er sich mit Liebe und Hingabe widmet.
Bürgermeister Egon Herrmann gratulierte im Namen der Gemeinde Weißenbrunn und dankte Max Heider für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in mehreren Vereinen. Neben Ehefrau Barbara gratulierten Tochter Gisela Förtsch und Sohn Werner Heider sowie die fünf Enkelkinder Stefan, Katrin, Anett, Ina und Kim und Urenkelin Mara. eh