Der Berg kreißte und gebar ein Mäuschen. Wer bei der Präsentation der Ergebnisse des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) auf ein Rezept für die Stadtratsarbeit gehofft hatte, sah sich enttäuscht. Selbst die Planer räumten ein: "Es geht um Grundsätze, nicht um Individuallösungen." Die werden sich die Stadträte wohl weiterhin hart erarbeiten müssen.
Dass es Bereiche in der Stadt gibt, die optisch ansprechender gestaltet werden sollten, ist ebensowenig neu wie das Park- Chaos auf dem Marktplatz. Vor einer Parküberwachung ist in den vergangen 25 Jahres jedes Stadtratsgremium zurückgeschreckt. Und die bessere fußläufige Anbindung zum Breitenbach oder vom Rewe zum Marktplatz sind keine Erfindung des ISEK.
Dass die Stadt touristisches Potenzial besitzt, ist längst bekannt. Ob Betonkästen für e-Bikes den Bahnhofsvorplatz verschönern, darf jeder selbst beantworten.
Dass eine Qualitätsoffensive bei Handel, Handwerk und Gastronomie die Position der Stadt stärken würde, müsste ebenfalls jedem klar sein. Nur tendiert hier der Einfluss des Stadtrates gegen Null. Und Möglichkeiten, wie die Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen sind, wurden wiederholt diskutiert.
Fazit: Im Wesentlichen nichts Neuses. Aber das ist jetzt durch zwei Gutachten bestätigt. Für 87 941 Euro (ISEK) plus 57 893 Euro, die der Verkehrsentwicklungsplan gekostet hat.