Traditionen brauchen Schutz: Aus diesem Grund kann der gemeinnützige Adventsmarkt des Diakonie-Verbundes Kulmbach rund um die "Alte Villa" heuer nicht stattfinden. Sowohl Geschäftsführer Karl-Heinz Kuch als auch die Mitarbeiter aller beteiligten Einrichtungen der Geschwister-Gummi-Stiftung, der Diakonie Kulmbach, von "Die Kita" und der "Menüfaktur" bedauern dies, doch gerade diese Menschen gilt es zu schützen.

"Unser Adventsmarkt ist gemeinnützig und wird nur von Mitarbeitenden und ehrenamtlichen Helfern geschultert. In Zeiten steigender Corona-Inzidenzzahlen wäre es ein zu hohes Risiko, einen neuen Infektionsherd zu schaffen, der Gästen, Kindern, Mitarbeitenden und letztlich auch den uns anvertrauten Menschen gefährlich werden könnte", erklärt Karl-Heinz-Kuch mit Blick auf die Senioren in den Einrichtungen, die Menschen mit Behinderung in den Wohngemeinschaften, Mädchen und Jungen in den Kindertagesstätten und in den Kinderwohngruppen. Ein starkes Hygienekonzept lasse trotzdem ein Restrisiko offen: "Wenn jemand das Virus in diese Räume bringt, bedeutet das nicht nur eine Gesundheitsgefährdung, sondern bringt auch wieder viele Sondermaßnahmen und Quarantäneregelungen mit sich sowie Personalausfälle in unseren Einrichtungen", argumentiert er.

Doch es gibt andere Wege, in der Vorweihnachtszeit und darüber hinaus zu helfen: Mit der Wunschzettelaktion, die bereits im vergangenen Jahr im Online-Modus stattfand, können auch in diesem Jahr Kinder in den Wohngruppen der Geschwister-Gummi-Stiftung und Bewohner der Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung unterstützt werden. Die Aktion startet Mitte November. Eine gesonderte Information erfolgt rechtzeitig. red