Um alle Modalitäten im richtigen Umgang mit dem Eisenbahnverkehr kennenzulernen, gab es an der Grundschule Stockheim eigens einen "Bahntag". Der Projekttag enthielt einen theoretischen und praktischen Teil. Rektorin Astrid Kestel wies darauf hin, dass dieser Bahntag an der Grundschule Stockheim das Pendant zum Bustag für die Vorschüler ist.
Beim Bahntag lernen die Viertklässler, wie man sich am Bahnhof und in der Eisenbahn richtig verhält. Viele gehen nach der vierten Klasse in weiterführende Schulen und müssen mit der Bahn fahren. Als sie fragt, wer denn noch nicht mit der Bahn gefahren ist, melden sich erstaunlich viele Kinder, und einige sind schon hin und wieder mit der Bahn gefahren. Weil das so ist, will die Schulleitung demnächst mit den Viertklässlern mit der Bahn nach Kronach fahren und das Ganze mit einem Kinobesuch verbinden.


"Gefahren werden unterschätzt"

Die "gute, gesunde und sichere Schule" lasse nichts unversucht, die Schüler auf brisante Schulwege und auf richtiges Verhalten auf dem Schulweg hinzuweisen und auszubilden. Die Schüler kriegen große Augen und werden noch aufmerksamer, als die Rektorin den Hauptreferenten, Polizeihauptkommissar (PHK) Klopf, von der Bundespolizei vorstellt.
Die Bundespolizei sorgt für Sicherheit in Zügen und an Bahnanlagen, informiert der PHK. Mit vielen Fotos weist er im theoretischen Teil der Unterweisung auf die Gefahren beim Bahnfahren hin. Danach wurde es aber so richtig spannend, bei der Exkursion zum Bahnhof in Stockheim. Der Polizeibeamte hatte viele Informationen. Er machte gleich beim Betreten des Bahnsteiges klar, dass viele Gefahren ganz einfach unterschätzt werden, so wie zum Beispiel der Abstand zum Bahngleis. Dies machte der Bundespolizist auch an schlimmen Beispielen deutlich. Teils gingen die Schilderungen unter die Haut. Trotz klarer Regeln und Hinweisschildern komme es an den Bahnanlagen leider immer wieder dazu, dass nicht nur Erwachsene durch leichtfertiges Verhalten und Unachtsamkeit ihr Leben und das anderer gefährden, sondern auch Jugendliche und Kinder sich durch Leichtsinn gefährdeten. Das Verhalten der Grundschule Stockheim sei vorbildlich. Klopf: "Besondere Vorsicht ist bei elektrischen Oberleitungen mit einer Spannung von 15 000 Volt geboten. Berührungen verursachen meist tödliche Verletzungen", so Klopf. Es gelte daher ausreichend Abstand zur Oberleitung zu halten und sich nicht etwa durch das Klettern auf Fahrzeuge in Lebensgefahr zu bringen. Und: "Am Bahnsteig ist absolute Disziplin erforderlich und die angezeigten Begrenzungslinien auf dem Bahnsteig für den Abstand zum einfahrenden Zug sind unbedingt einzuhalten. Ein einfahrender Zug hat große Sogwirkung und ist man zu nahe, kann dies verheerende Folgen haben." eh