Bernhard Panzer Die letzte Sitzung einer Periode ist für gewöhnlich eine ganz besondere. So besteht zumeist die Gelegenheit, scheidenden Stadträten zu danken und sie für ihre oft langjährige Tätigkeit zu würdigen.

Nicht so am 30. April im Herzogenauracher Stadtrat, der ja im Grunde gar kein Stadtrat war. Der Ferienausschuss sprang ein, die Bestimmungen der Corona-Krise wollen das so. So wurde es eine zwar harmonische Sitzung, aber eben auch keine angemessene. Das sah auch Bürgermeister German Hacker (SPD) so. Auch wenn man die in einen festlichen Abend mündende Verabschiedung so nicht machen könne, gelte der Dank doch trotzdem allen Scheidenden, sagte er. Im Ferienausschuss waren es deren gerade zwei: Elke Bauer (SPD) und Kurt Zollhöfer (CSU) wurden von Hacker namentlich verabschiedet. Den gesamten Stadtrat verlassen freilich ein paar Kollegen mehr, die nicht mehr gewählt wurden oder nicht mehr kandidiert haben.

Aber auch zwei Neue waren in der Sitzung zugegen. Andrea Heller, die nach der von German Hacker gewonnenen Stichwahl in die SPD-Fraktion nachrücken durfte, wollte sich ihren künftigen "Arbeitsplatz" mal betrachten. Und auch Roland Reichelsdorfer von der AfD nahm im Besucherraum Platz.