Auch dieses Jahr konnte sich die Maria-Ward-Schwester Ruth Reißig wieder über einen Scheck aus Herzogenaurach für Projekte im Heiligen Land freuen. Engagierte Frauen um Ursula Fröhlich haben 6500 Euro gesammelt.

Das war im Coronajahr 2020 natürlich nicht einfach, denn es gab weder einen Weihnachtsmarkt noch ein festliches Konzert, wo die engagierten Frauen Kunstwerke aus Olivenholz verkaufen konnten, und auch bei den Gottesdiensten war dies aufgrund der Abstandsregelungen nicht möglich. Daher konnte es Schwester Ruth kaum glauben, dass trotz aller Widrigkeiten 6500 Euro erzielt wurden.

Da die Einschränkungen dafür bereits im Sommer abzusehen waren, entschieden sich die Aktiven um Ursula Fröhlich, zusätzlich zu den Olivenholzkunstwerken noch Hüttenschuhe und Strümpfe in den Größen von 15 bis 50 herzustellen.

Als dann im Oktober der Weihnachtsmarkt und alles andere definitiv abgesagt wurden, entstand die Idee, alle Hüttenschuhe und Socken mit Größe und Preis auszuzeichnen, gruppenweise abzufotografieren, ebenso die Olivenholzkunstwerke, um dann die Fotos mit Hilfe von Whatsapp an Interessenten mit der Bitte zu versenden, es an andere Empfänger weiterzuleiten.

Begehrte Hüttenschuhe

Das Ergebnis war phänomenal, die Hüttenschuhe und Socken gingen weg wie warme Semmeln, und obwohl es einen großen Vorrat gab, waren die gängigen Größen sehr schnell vergriffen. Fortan bestand die Arbeit vor allem darin, alle Bestellungen bis Weihnachten abzuarbeiten. Obwohl es teilweise sehr anstrengend war, freute sich die bewährte Strick- und Häkelgruppe, bestehend aus Betti Kräck, Elise Brandl, Anneliese Erhardt, Maria Hirdina, Agnes Scheer und Ursula Fröhlich, riesig, dass ihr Angebot so gut angenommen wurde. Ungeachtet der schwierigen Umstände wurden mit Unterstützung von Pfarrhaushälterin Hildegund Burgis und Stadtpfarrer Helmut Hetzel durch den Verkauf von Olivenholzfiguren 400 Euro erzielt. Außerdem steuerten die Rosenkranzbeter 200 Euro und der Tanzkreis von Gudrun Müller 300 Euro bei.

Nach telefonischer Rücksprache mit Schwester Ruth geht das Geld an folgende Institutionen im Heiligen Land: 2000 Euro an die Schmidtschule in Jerusalem, 1000 Euro an Sr. Thoma und Sr. Klara in En Karem, 1000 Euro an das Caritas Baby Hospital in Bethlehem, 1000 Euro an Ibrahim Giacaman, Olivenholzschnitzer in Bethlehem, 800 Euro an Crèche de la famile in Bethlehem und 700 Euro an Grace Kuzieh für die Armenkasse von Schwester Ruth Reißig.