Bei der Solibrotaktion im Gottesdienst in St. Josef sammelten die Weisendorfer für "Schuhe für die Kinder in Zubza". Mit diesem Projekt machten die Weisendorfer Schüler wieder auf die Lebenssituation der Kinder im Nagaland aufmerksam. Als eine Delegation aus Weisendorf im letzten Jahr im Nagaland zu Besuch war, fiel ihnen auf, dass viele Kinder alte, löchrige, undichte oder notdürftig geflickte Schuhe tragen, die bei Regen und Kälte keinerlei Schutz bieten.
"Einmal im Jahr wollen wir gemeinsam - am gleichen Tag - einen Partnerschaftsgottesdienst feiern", erklärte Pfarrer Lars Rebhan, der auch der Weisendorfer Delegation im vergangenen Jahr angehörte. So soll die Partnerschaft noch mehr mit Leben erfüllt werden.
Wie der Pfarrer in seiner Predigt ausführte, weitet Partnerschaft auch unseren Blick, das Herz und unsere Verantwortung füreinander. Dabei schrieb er auch dem biblischen Josef die Attribute zu: ein großes Herz, ein offenes Ohr und tatkräftige Hände. Diese Eigenschaften seien auch Vorbild für alle, die sich beim Zubza-Projekt engagierten: mit dem Herzen die Nöte der Kinder wahrnehmen, ein offenes Ohr für Freuden und Bedürfnisse der Schüler in Zubza durch Brieffreundschaften, Eindrücke bei Bildvorträgen und sensibles Hinhören sowie die Bereitschaft, anzupacken und etwas zur Linderung der Nöte zu tun.
Pfarrer Lars Rebhan segnete nach dem Gottesdienst die gespendeten 62 Brote, die dann die Gottesdienstteilnehmer gegen eine Spende entgegennehmen konnten. Ausdrücklich erwähnt wurde Simone Thiel von der Geschäftsleitung der Firma Brothaus in Burgbernheim. Die Bäckerei-Kette spendete 50 Brote für das Hilfsprojekt im Nagaland.
Auch die Erstkommunionkinder von St. Josef hatten sich wieder sowohl bei der Gestaltung des Gottesdienstes als auch bei der Solibrot-Aktion beteiligt. Der Erlös - 335 Euro - kommt in diesem Jahr dem genannten Schuhe-Projekt zugute. Insgesamt kann Pater Samuel jetzt 80 Paar Schuhe an die Kinder verteilen.
Richard Sänger