Das Stadtradeln ist Teil einer bundesweiten Kampagne für Klimaschutz und Gesundheit. Vom 19. September bis 9. Oktober beteiligte sich Herzogenaurach zum 9. Mal an der internationalen Kampagne Stadtradeln des Klima-Bündnisses. Dabei waren die Radlerinnen und Radler verstärkt in die Pedale getreten, um Fahrradkilometer für die Stadt zu sammeln und damit ein Zeichen für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz zu setzen.

Insgesamt legten 247 Radelnde, davon neun Mitglieder des Stadtrates, 57 977 Kilometer zurück. Dadurch konnten 8523 Kilogramm CO2 im Vergleich zu Autofahrten eingespart werden. Im Gesamtranking belegt Herzogenaurach den 581. Platz von insgesamt 1482 Teilnehmerkommunen. "Eine großartige Leistung, die deutlich macht, dass Klimaschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist, zu der alle ihren Beitrag leisten können", freute sich Bürgermeister German Hacker (SPD). Auch Monika Preinl zeigte sich beeindruckt und ergänzt: "Das Fahrrad spielt eine zentrale Rolle für eine nachhaltige urbane Mobilität. Schön zu sehen, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger mit Engagement an der Aktion beteiligt haben."

Radfahren im Alltag

Große Anerkennung in Form von Urkunden, kleinen Sachpreisen und Gutscheinen von Radsport Nagel und Bike Projekt gab es sowohl für neue Teilnehmer als auch für die Stadtradler, die schon seit vielen Jahren für Herzogenaurach an den Start gehen. "Wichtig sind vor allem die Radfahrten im Alltag. Jeder Radkilometer zum Einkaufen oder zur Arbeit spart Kohlendioxid ein und trägt in der Summe zum Klimaschutz bei. Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Herzogenauracher für ihre Alltagsfahrten auf das Rad steigen", so der Bürgermeister.

Eine besondere Würdigung gab es für die beiden Stadtradeln-Stars Caroline Credé und Hans-Jürgen Kopperger. Sie hatten zum Auftakt des Aktionszeitraumes ihre Autoschlüssel symbolisch an Bürgermeister Hacker übergeben und ihren Alltag ausschließlich mit dem Fahrrad bewältigt. Für Caroline Credé, die auch außerhalb von Stadtradeln nur selten Auto fährt und ihre Fahrt zur Arbeit und zum Einkaufen mit dem Fahrrad erledigt, ist Radfahren nicht nur eine Fortbewegung, um von A nach B zu kommen, sondern eine Lebenseinstellung.

Persönliches Ziel erreicht

Ihr Fazit nach 1048 Kilometern in drei Wochen: "Mein persönliches Kilometerziel habe ich erreicht. Natürlich fahre ich weiter Rad und werde die meisten Wege weiterhin zu Fuß oder per Rad erledigen." Unter den 311 Stadtradeln-Stars ist sie vorne mit dabei und belegt Platz 56.

Auch Hans-Jürgen Kopperger, der wie Credé zum wiederholten Male als Stadtradeln-Star für Herzogenaurach fährt, radelte in den drei Wochen 3082 Kilometer und erzielte damit den dritten Platz in der Gesamtwertung der Stadtradeln-Stars. Diese bemerkenswerte Distanz erreichte er vor allem mit seiner Fahrt in die österreichische Partnerstadt Wolfsberg. In nur drei Tagen radelte er zusammen mit Teamkollegin Monika Jäger von Herzogenaurach über den Hesselberg, die Städte München, Salzburg und Bad Aussee in das 700 Kilometer entfernte Wolfsberg in Kärnten, wo die beiden von einer Delegation rund um den Ersten Bürgermeister Hannes Primus mit einem großen Applaus vor dem Rathaus empfangen wurden. Auf ihrer Rückfahrt wurde ihre Ausdauer bei kühlen Temperaturen, Dauerregen und böenartigem Gegenwind auf eine harte Probe gestellt. Auf seinem Blog, auf dem er und Credé über Erfahrungen berichten, schreibt Kopperger: "Und nicht nur einmal stellte sich mir die Frage, wo die Grenze zwischen der Begeisterung für das Stadtradeln und dem morbiden Appetit auf das Sammeln von Kilometern bei all diesen Strapazen liegt."