Der Lehrerberuf sei der mit dem höchsten Risiko für Burnout. Das wissen die Pädagogen selber. Gleichwohl erinnerte Personalratsvorsitzende Petra Fiedler beim kleinen Festakt für Dienstjubilare in der Anna-Schule in Forchheim an ein gesundes Verhältnis zwischen Arbeit und Entspannung.
Der Gedanke scheint auch den Amtsstuben des Dienstherrn Freistaat bekannt zu sein, schenkt man doch Lehrern, die 25 oder gar 40 Jahre unterrichten, zwei freie Tage.
40. Dienstjubiläum begingen: Brigitte Büttner , Grundschule (GS) Dormitz; Heidemarie Dürbeck, Forchheim-Buckenhofen; Anneliese Gebel, Forchheim Anna-Grundschule; Gudrun Hofmann-Ritter, Obertrubach; Gisela Hürrich, Ehrenbürg-Grundschule; Karl Krolopper, Mittelschule Neunkirchen; Wilfried Neidhardt, Forchheim Martin-Grundschule; Martina Schneider, Igensdorf; Lydia Schütz, Ebermannstadt; Renate Wagner, Mittelschule Neunkirchen; Angelika Weich, Hausen.
Wie schnell ist die Zeit vergangen, fragten sowohl stellvertretender Landrat Otto Siebenhaar (FW) als auch Schulrat Ulrich Löhr mit ein paar Erinnerungen, wie anders Schule vor Jahrzehnten war, samt anachronistischen Utensilien wie Matrizen für blässliche Abzüge. Auch die Ausbildung hat sich seit 40 Jahren sehr verändert. Solange gibt es die Trennung in Grund- und Haupt- beziehungsweise Mittelschullehrer noch nicht, man studierte an der PH (Pädagogische Hochschule) und nicht an der Universität. Partnerschaftliche Erziehung war noch kaum ein Begriff. "Die Kinder wurden ganz anders erzogen durch Eltern und Gesellschaft", resümierte Löhr.
Doch der Paradigmenwechsel im Erziehungsstil mache es heute nicht immer leicht für die Kinder - und die Lehrer - siehe den Wunsch, sein Kind unbedingt auf eine weiterführende Schule zu schicken. Und, so Löhr: "Manche Eltern sind der Meinung, Schule - also wir Lehrer - müsste alles richten." Einig waren sich alle Redner, dass Schule auf die zu erwartenden gesellschaftlichen Veränderungen mit ganz neuen Berufsbildern frühzeitig reagieren müsse, unabhängig vom Dienst- und Lebensalter eines Pädagogen. Doch sie haben, meinte Petra Fiedler, eine besondere Chance "mitzuhalten": das stete Verjüngungspotenzial durch die Kinder. Pauline Lindner