Von dem seit der Nacht auf vergangenen Freitag vermissten Alexander Steinmüller fehlt trotz intensiver Suchmaßnahmen weiterhin jede Spur. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Aschaffenburg unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft ergaben nun Hinweise auf ein Tötungsdelikt. Ein 34-jähriger Tatverdächtiger befindet sich seit Donnerstagvormittag in Untersuchungshaft, teilen das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Die Polizeiinspektion Obernburg erreichte die Mitteilung, dass Alexander Steinmüller am Abend des Donnerstags, 17. Februar, seine Wohnung in der Düsseldorfer Straße verlassen und sich an den Main begeben hatte. Seitdem kehrte er nicht mehr nach Hause zurück. Anfang der Woche ergaben sich schließlich Hinweise darauf, dass Steinmüller am vergangenen Donnerstag, zwischen 22.30 und 23.30 Uhr, von einer Brücke zwischen Wörth und Erlenbach in den Main gestürzt ist. Die umfangreichen Suchmaßnahmen der Obernburger Polizei, bei denen auch ein Hubschrauber und Taucher der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Einsatz waren, führten bislang nicht zum Auffinden des Vermissten.

In der Folge hat die Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg die weiteren Ermittlungen übernommen. Hierbei geriet schnell ein 34-jähriger Bekannter des Vermissten ins Visier von Polizei und Staatsanwaltschaft. Dem aktuellen Sachstand nach wird davon ausgegangen, dass dieser den Vermissten veranlasst hat in den Main zu springen. Der detaillierte Tatablauf ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Haftbefehl gegen 34-Jährigen

Nach intensiven Fahndungsmaßnahmen der Polizei konnte der 34-Jährige noch am Mittwoch in Rheinland-Pfalz festgenommen werden. Nahezu zeitgleich erließ der Ermittlungsrichter am Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg gegen den Mann einen Haftbefehl auf Grund des dringenden Tatverdachts des Mordes, teilt das Polizeipräsidium mit.

Nach einer Nacht in der Haftzelle der Aschaffenburger Polizei wurde der Tatverdächtige am Donnerstagvormittag vorgeführt. Der Ermittlungsrichter hielt den erlassenen Haftbefehl hierbei aufrecht und ordnete die Untersuchungshaft gegen den 34-Jährigen an. Dieser sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt ein.

Kripo bittet um Zeugenhinweise

Die Arbeit von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft geht unterdessen mit Hochdruck weiter. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen hofft die Kriminalpolizei auch auf Hinweise aus der Bevölkerung: Wer hat am Donnerstag zwischen 22.30 und 1 Uhr an der Brücke zwischen Wörth und Erlenbach Beobachtungen gemacht? Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

Zeugen werden gebeten, sich unter Tel.: 06021/857 17 32 mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen. pol