Der BRK-Kreisverband testete die Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte und stellte einen Anschlag auf dem Kronacher Schützenplatz nach.
"Verkehrsunfall - Fußgänger kontra Pkw" lautete die Meldung bei der Leitstelle - eine relativ alltägliche Alarmierung, die zunächst nichts Größeres vermuten ließ. Als jedoch immer mehr Anrufe eingingen und von vielen Verletzten die Rede war, wurde den Einsatzkräften schnell klar, dass es sich bei der Großübung des BRK-Kreisverbandes Kronach am Schützenplatz um keinen normalen Unfall handelte.
Nach dem Eintreffen am Einsatzort und einer ersten Lagemeldung forderten die Rettungskräfte eine Vielzahl an Unterstützungseinheiten an. Ein betrunkener Fahrer hatte seinen Minivan in eine Menschenmenge gelenkt und dabei rund 25 Personen teils schwer verletzt.
Die nachalarmierten Kräfte fuhren ebenfalls mit Sondersignalen den Einsatzort an. In einem solchen Szenario ist eine reibungslose Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten besonders wichtig. Das muss regelmäßig trainiert werden.
Jede Einsatzgruppe ist für eine Aufgabe besonders spezialisiert und ausgebildet. Diese Spezialisierungen reichen vom Behandeln mehrerer Patienten über die Sicherstellung der Kommunikation mit der integrierten Leitstelle in Coburg und anderen Katastrophenschutzeinrichtungen über die Betreuung der Betroffenen bis hin zur Verpflegung der Einsatzkräfte.
Eine Übung dieser Größenordnung fand in Kronach zum letzten Mal vor zehn Jahren statt. Die Vielzahl von Betroffenen und Patienten stellt jede Einsatzkraft vor eine große Herausforderung. Um in einem Ernstfall schnell und professionell helfen zu können, muss so
realitätsnah wie möglich geübt werden. Jeder der Verletztendarsteller wurde entsprechend
seiner Rolle geschminkt und von einem Notarzt instruiert, wie sich ein Realpatient bei den jeweiligen Verletzungsmustern verhält. Die Kombination aus Make-up und schauspielerischer Leistung der Mimen garantierte ein hohes Maß an Authentizität.