Der SPD-Ortsverein Pressig blickte mit Zufriedenheit auf das erreichte Wahlergebnis bei den Kommunalwahlen im März dieses Jahres zurück. Bei der Hauptversammlung im Gasthaus "Dag's Bierstüberl" wurde auch der Delegierte zur Bundeswahlkreiskonferenz gewählt.

Ortsvereinsvorsitzender und Zweiter Bürgermeister von Pressig Wolfgang Förtsch ließ die ereignisreiche Zeit im Jahr 2019 und im ersten Halbjahr 2020 Revue passieren. Die vergangenen zwölf Monate standen für den Ortsverein ganz im Zeichen der Vorbereitung und Kandidatenaufstellung für die Kommunalwahl am 15. März 2020.

Das Ergebnis für die Sozialdemokraten im Markt Pressig war zufriedenstellend. Immerhin konnte man die drei Gemeinderatsmandate halten (davon stellt der Ortsverein Pressig zwei Marktgemeinderäte, ein Gemeinderat kommt vom Ortsverein Rothenkirchen), während CSU und Freie Wähler einige Mandate an die vierte neu hinzugekommene Fraktion "Bürgergemeinschaf(f)t" abgeben mussten.

Der SPD-Ortsverein Pressig stehe generell gut da, sagte Förtsch. Die 15 Mitglieder stellten ein Spektrum von drei Generationen dar.

Daniel Neubauer erhält Vertrauen

Als erfreulich bezeichnete Wolfgang Förtsch das Interesse des 21-jährigen Daniel Neubauer: Dieser ließ sich nicht nur als Neumitglied zur Marktgemeinderatswahl aufstellen, sondern zeigte bei der Versammlung auch Interesse an der Nominierung als Delegierter zur Bundeswahlkreiskonferenz. In geheimer Wahl erhielt er dafür mehrheitlich das Vertrauen der Mitglieder. Zum Ersatzdelegierten wurde Vorsitzender Wolfgang Förtsch gewählt.

Daniel Neubauer aus Pressig ist derzeit Student für Soziale Arbeit an der Hochschule Coburg. Er sieht viele Möglichkeiten, in der Kommune mehr für die Schwächeren in der Gesellschaft tun zu können, wozu für ihn nicht nur finanziell schwächere Bürger gehören, sondern vor allem Menschen mit Behinderung, Senioren, aber genauso Jugendliche. Er wolle gerne Verantwortung übernehmen und mittragen, weshalb er sich bei der Bundeswahlkreiskonferenz als Delegierter der Verantwortung stellen wolle und den SPD- Bundestagskandidaten mit wählen werde.

Der 76-jährige Dieter Grießhammer war selbst langjähriger Ortsvereinsvorsitzender und ist mit seinen mehr als fünf Jahrzehnten in ehrenamtlichen Vorstandsfunktionen ältestes Vorstandsmitglied. Er stelle ein Vorbild an Loyalität und Zuverlässigkeit dar, betonte Vorsitzender Förtsch.

Kassierer Dieter Grießhammer berichtete über einen soliden Kassenstand und verwies auf die Tradition der SPD in Pressig. Der Ortsverein sei im Jahr 1907 gegründet worden und habe stürmische Zeiten im Kaiserreich sowie zwei Weltkriege überlebt.

Auch für ihn bedeute es eine große Freude, wieder einige jüngere Mitglieder in den Reihen der Sozialdemokraten Pressigs zu sehen, sagte Grießhammer. eh