Maximilian Glas Brose Bamberg genügte am Samstagnachmittag gegen s. Oliver Würzburg eine solide Vorstellung und eine starke Phase in der zweiten Halbzeit, um den fränkischen Konkurrenten mit 89:68 (45:38) in die Schranken zu weisen. Auf Bamberger Seite glänzte Co-Kapitän Chase Fieler mit 18 Punkten, fünf Assists und vier Rebounds.

Am Mikrofon von Magentasport fand der Power Forward lobende Worte für das Kollektiv. "Wir haben heute gut als Team funktioniert. Wir wollen nicht von einem Spieler abhängig sein, der jedes Spiel 20 Punkte machen muss. Unsere Philosophie ist es, dass immer der offene Spieler den Ball bekommen soll."

BBL-Pokal

s. Oliver Würzburg - Brose Bamberg 68:89

(20:23, 18:22, 18:17, 12:27) Nach müden Anfangsminuten aus Bamberger Sicht (3:7) brachte die Einwechslung von David Kravish Stabilität ins Bamberger Spiel. Der Center arbeitete exzellent an den Brettern, sicherte sich in seinen ersten vier Minuten Spielzeit sechs Rebounds und ermöglichte dadurch zweite Wurfchancen. Diese nutzte unter anderem Michele Vitali, der mit schnellen neun Punkten (zwei Dreier und drei Freiwürfen) für den ersten Bamberger Lauf (11:16) sorgte. Brose versuchte nach Würzburger Fehlwürfen oder Ballverlusten viel Tempo ins Spiel zu bringen, leistete sich dann aber selbst Fehler bei Fastbreaks. Der athletische Würzburger "Big Man" Zach Smith ließ Bambergs Norense Odiase stehen und glich zum 25:25 (13.) aus. Dann drehte auf Bamberger Seite Fieler auf. Zunächst traf der US-Amerikaner einen Dreier, dann ging er einem Fehlwurf nach und stopfte den Ball in den Korb, und zu guter Letzt fand er Kenneth Ogbe, der von der 6,75-Meter-Linie traf.

Nach einem Ogbe-Korbleger betrug die Bamberger Führung zehn Punkte (25:35). Doch Würzburg ließ sich wieder nicht abschütteln und antwortete seinerseits mit einem 9:0-Lauf (34:35). Brose-Coach Roijakkers probierte es in dieser Phase mit einer kleinen Formation mit Christian Sengfelder als Center und Joanic Grüttner Bacoul als Power Forward - doch diese Aufstellung funktionierte nicht.

Nach der Brose-Auszeit übernahmen die Oberfranken wieder das Kommando. Von der Sieben-Punkte-Führung (38:45) der Bamberger blieb aber bereits nach zwei Minuten in Hälfte nichts mehr übrig. Das Team von Trainer Denis Wucherer brachte nun mehr Energie aufs Spielfeld und ließ den Ball sehenswert laufen. Joshua Obiesie brachte Würzburg per Dreier nach langer Zeit wieder in Führung (49:47). Das Brose-Team präsentierte sich in dieser Phase offensiv sehr fahrig, leistete sich in sechs Minuten sechs Ballverluste. Nach einem Sechs-Punkte-Rückstand war Roijakkers nach sechs Minuten zu seiner zweiten Auszeit gezwungen.

Die Bamberger schraubten die Intensität in der Defensive wieder nach oben und kamen so ins Laufen. Vitali mit zwei Dreiern und der überragende Fieler am Brett drehten die Partie abermals (56:62). Viertelübergreifend baute Brose seinen Lauf sogar auf 20:0 aus und zog nach 33 Minuten vorentscheidend (56:70) davon. So inkonstant sich Bamberg während des Spiels auch präsentierte, am Brett war auf die Überlegenheit (44:27 Rebounds) Verlass.