Die Freiwillige Feuerwehr Marienroth feiert am Sonntag, 9. Juli, ihr 140- jähriges Jubiläum. Der kleine Gemeindeteil des Marktes Pressig mit knapp 200 Einwohnern stellt 20 Festdamen.
Das jährlich gefeierte Dorffest wird mit dem 140. Feuerwehr- Jubiläum zusammengelegt. Der Festtag beginnt um 8.45 Uhr mit einer Kirchenparade und dem Festgottesdienst um 9 Uhr. Danach unterhält der Musikverein Größau-Posseck bei Frühschoppen und Weißwurstfrühstück.
Gegen 14.30 Uhr steht die Ehrung verdienter und langjähriger Mitglieder an. Ab 15.30 Uhr spielt zum Festausklang die "Böhmische 10". Gegründet wurde die Wehr am 1. August 1877. Schon 1878 wurde ein Spritzenhaus gebaut und eine Feuerlöschmaschine angeschafft, wie aus den Gemeinderechnungen hervorgeht.
Aus einem Gesuch um Zuschuss für Ausrüstung und Instandsetzung im Jahre 1930 wird ersichtlich, dass bereits damals Frauen in der Feuerwehr Marienroth eine große Rolle spielten. "Bei jedem Brand müssen weibliche Personen zum Wassertragen herangezogen werden", heißt es im damaligen Antrag.
1950/51 wurde ein erweitertes Feuerlöschgerätehaus mit Schlauchtrockenturm gebaut. Das Feuerwehrhaus wurde am 7. Oktober 1951 von der Gemeinde an die Marienrother Wehr übergeben. Ein großer Tag für die Brandschützer war die Übernahme einer neuen Tragkraftspritze 1957.


Jugendfeuerwehr seit 1999

Das 100. Gründungsfest 1977 wurde von den Festdamen mit einer Schauübung eingeleitet. Ab 1978 konnte die Feuerwehr die ehemaligen Gemeinderäume im Feuerwehrhaus als Schulungsräume nutzen. 1990 wurde ein neues Feuerwehrauto in Dienst gestellt, 1999 eine Jugendfeuerwehr gegründet.
Der Leitspruch der Feuerwehr "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" stand immer im Vordergrund des Handelns in den 140 Jahren der Feuerwehr Marienroth. Nicht nur zur Hilfe in Not war man zur Stelle, sondern beteiligte sich auch immer an kirchlichen und weltlichen Festen. Das soll auch in Zukunft so beibehalten werden, versprechen Erster Vorsitzender und Ehrenkommandant Georg Fiedler und Erster Kommandant Jens Pfluger. eh