Gut 19,7 Millionen Euro an Corona-Wirtschaftshilfen wurden laut Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth (IHK) seit Juli 2020 an 1112 Antragsteller aus dem Landkreis Kulmbach ausbezahlt. "Auch wenn damit bei weitem nicht alle Verluste abgedeckt werden konnten, haben die Corona-Hilfen zweifellos etlichen Unternehmen das Überleben gesichert", so Michael Möschel, Vizepräsident der IHK für Oberfranken Bayreuth und Vorsitzender der IHK-Gremiums Kulmbach.

Diese Summe umfasst die Auszahlungen aus der November- und der Dezemberhilfe, den Überbrückungshilfen I bis III mit III Plus sowie der Neustarthilfe und der Neustarthilfe Plus. Die IHK München und Oberbayern war im Auftrag der bayerischen Staatsregierung für die Abwicklung der Wirtschaftshilfen zuständig.

Gastgewerbe stark betroffen

Zu den 19,7 Millionen Euro kommen nach Angaben der IHK noch die Gelder aus der Soforthilfe, die zu Beginn der Pandemie über die Regierung von Oberfranken ausbezahlt wurden.

Am meisten profitiert hat das Gastgewerbe von den ab Juli 2020 ausbezahlten Corona-Wirtschaftshilfen, wie die IHK mitteilt. Diese Branche war auch besonders stark betroffen. 8,7 Millionen Euro wurden insgesamt an Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe ausbezahlt, das entspricht 43,9 Prozent der Hilfen, die in die Region geflossen sind.

Weitere 2,2 Millionen Euro kamen dem Sektor Kunst, Unterhaltung und Erholung zugute, jeweils 1,7 Millionen Euro Antragstellern aus dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Handel, weitere 5,4 Millionen Euro flossen in die anderen Wirtschaftszweige, wie die Industrie- und Handelskammer mitteilt. red