Es ist wieder soweit: Zum 262. Mal steht Fußball-Franken Kopf, wenn am Sonntag (5. März) um 13.30 Uhr im Sportpark Ronhof das Frankenderby zwischen der gastgebenden SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg angepfiffen wird.

Vor dem Duell der ewigen fränkischen Rivalen liegt der Druck ganz klar auf Seiten der Gäste aus Nürnberg - obwohl der Club als Neunter tabellarisch sogar noch vor dem Fürthern (Platz 11 ) steht. Beide Teams sammelten 29 Punkte aus 22 Spielen. Doch nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg ist die Lage beim 1. FC Nürnberg deutlich angespannter als bei den Fürther, die seit über einem Monat und vier Pflichtspielen ungeschlagen sind. Mit dem bisherigen Saisonverlauf können aber weder die Nürnberger noch die Fürther zufrieden sein.
 


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Freilich: Vor dem Frankenderby in der Hinrunde am 6. Spieltag war die Situation für den Club noch bedrohlicher: Damals, im September 2016, hatte der Club unter seinem neuen Trainer Alois Schwartz noch kein einziges Ligaspiel gewonnen. Nach Unentschieden zum Auftakt gegen Dresden und Heidenheim setzte es Niederlagen in Braunschweig, gegen die Löwen und in Bochum. Und auch das 261. Frankenderby brachte nicht die erhoffte Wende, Trainer Schwartz stand bereits auf dem Prüfstand - erst recht, nachdem das Derby gegen Fürth in der heimischen Arena mit 1:2 verloren wurde. "Es läuft irgendwie gerade alles gegen uns", sagte Schwartz damals.

 

 

 

 

Doch die Club-Verantwortlichen hielten an Schwartz fest - und der startete mit seiner Mannschaft nach dem verloren Derby eine kleine Serie von insgesamt sieben Spielen ohne Niederlage. Fünf davon wurden sogar gewonnen. Ein gutes Omen also für den FCN? Ein Erfolgserlebnis am Sonntag wäre für den Club jedenfalls immens wichtig, denn längst steht auch der Trainer wieder in der Kritik.

Personell müssen die Gastgeber aus Fürth auf Stephen Sama und Jürgen Gjasula verzichten. Abwehrspieler Sama fehlt wegen seiner Knieprellung im Duell gegen den Club. Mittelfeldakteur Gjasula absolviert weiterhin seine Reha nach einem Achillessehnenriss und muss ebenfalls zuschauen. Die jüngste Bilanz spricht klar für die Spielvereinigung: Fürth verlor nur zwei der vergangenen 17 Pflichtspiele gegen den FCN. "Dafür können wir uns nichts kaufen. Der Fußball findet in der Gegenwart statt", sagte Kleeblatt-Trainer Janos Radoki am Donnerstag in Fürth. Auch die aktuelle Tabellensitiuation spielt für Radoki keine Rolle: "Das ist ein eigenes Spiel für sich. Das ist das Schöne am Derby. Es geht nur um dieses Spiel", erklärte der Trainer.

Der Club kann fürs Derby wieder mit Spielmacher Kevin Möhwald planen. Der 23-Jährige hatte zuletzt beim 0:1 gegen den VfL Bochum wegen Magen-Darm-Problemen gefehlt, ist aber wieder im Training. Hinter den Einsätzen von Shawn Parker, Abdelhamid Sabiri und Cedric Teuchert stehen wegen Knieproblemen Fragezeichen. Der gegen Bochum fehlende Ondrej Petrak (Adduktorenprobleme) ist ebenfalls ein Wackelkandidat. "Wir wollen mit Freude ins Spiel gehen und dürfen keine Angst haben", sagte Club-Trainer Schwartz vor dem 262. Franken-Derby beim Lokalrivalen. Trotz zweier Niederlagen in Serie sieht der Coach sein Team im Kommen. "Die Mannschaft hat im Training sehr viel Leidenschaft an den Tag gelegt. Ich hoffe, dass wir es auf den Platz bringen", meinte Schwartz weiter. "Wir wollen mit aller Macht die drei Punkte."

 

 


Frankenderby in Fürth: Das müssen Anwohner beachten

Doch nicht nur das kickende Personal ist beim 262. Frankenderby gefordert, auch die Einsatzkräfte der Polizei bereiten sich aufs Derby vor, das als Risikospiel eingestuft wurde.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilt, wird am Sonntag im Zeitraum von 8.00 Uhr bis nach Spielende (ca. 17.00 Uhr) rund um das Stadion am Laubenweg ein Sicherheitsbereich - inklusive Halteverboten - eingerichtet. Die Grenzen des Sicherheitsbereichs bilden die Flurstraße, Erlanger Straße, Kranichstraße und Kronacher Straße. Wer kein Ticket fürs Spiel hat oder Anwohner ist, wird nicht in den Sicherheitsbereich gelassen.

Durch die Sicherheitsmaßnahmen und die Einrichtung von Straßensperren lassen sich gewisse Einschränkungen und Unannehmlichkeiten für Anwohner laut Polizei nicht vermeiden. Ebenso wird Fahrzeugverkehr und die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in dem Bereich nur beschränkt möglich sein. Anwohner sollten ihren Personalausweis dabei haben, wenn sie am Sonntag in dem Bereich unterwegs sind.

 

 

Der geplante Fanmarsch der Heimfans führt vom Fürther Rathaus über die Henri-Dunant-Straße, Ludwigbrücke, Erlanger Straße und Kronacher Straße zum Sportpark Ronhof. Einige Nürnberger Fans treffen sich an der Stadthalle und laufen über die Kapellenstraße, die Ludwigbrücke und Poppenreuther Straße zum Stadion.

Während der Fanmärsche wird es ab ca. 9.00 Uhr temporär zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Aus Sicherheitsgründen wird die Strecke in beide Fahrtrichtungen zeitweise gesperrt. Gleiches erfolgt nach Spielende auf dem Rückweg. Ortskundige Fahrer werden deshalb gebeten, die genannten Streckenabschnitte zu umfahren.

Weitere Informationen für Anwohner finden Sie hier.

 

 


SpVgg empfängt den Club: Polizei setzt auf strikte Fantrennung

Zum Spiel anreisende Fußballfans werden gebeten, folgende Hinweise zu beachten:

Fans der SpVgg Greuther Fürth sowie alle weiteren Karteninhaber - mit Ausnahme solcher für die Blöcke O und P - wird ausschließlich fußläufig an der Durchlassstelle "Laubenweg/Kranichstraße" Einlass in den Sicherheitsbereich gewährt. Hier erfolgt auch eine entsprechende Kartenkontrolle vor dem Spiel.

Nach dem Spiel ist der Sicherheitsbereich von den Heimfans ebenfalls ausschließlich über die genannte Durchlassstelle zu verlassen. In der Kronacher Straße werden Busse der Infra Fürth zur Abfahrt bereitgestellt werden.

Nach Möglichkeit sollten Heimfans auf eine individuelle Anreise mit dem Auto verzichten, da nur begrenzt Parkplätze zur Verfügung steht.

Fans des 1. FC Nürnberg - Karteninhaber für die Blöcke O und P - haben die Möglichkeit, an der Durchlassstelle "Laubenweg/Flurstraße" zu Fuß den Sicherheitsbereich nach Kontrolle der Eintrittskarten zu betreten.

Club-Fans mit Karten für die Blöcke O und P müssen somit über den südlichen Zugang im Laubenweg anreisen. Club-Fans mit Karten für das restliche Stadion müssen über den nördlichen Zugang im Laubenweg anreisen. Dieser Bereich kann allerdings nur ohne erkennbare Fanutensilien des 1. FC Nürnberg betreten werden.

Für die mit dem Pkw oder dem Fahrrad anreisenden Gästefans steht der IKEA-Parkplatz in der Hans-Vogel-Straße als Parkmöglichkeit zu Verfügung.

Die Anfahrt mit öffentlichem Personennahverkehr erfolgt von Nürnberg kommend mit der U-Bahn bis zur Haltestelle "Fürth Stadtgrenze". Dort stehen kostenlose Shuttle-Busse bereit, die direkt zum Sportpark Ronhof fahren.

Nach dem Spiel ist der Sicherheitsbereich um das Stadion von den Gästefans ausschließlich über die genannte Durchlassstelle zu verlassen. Zur Erleichterung der Abreise stehen im Bereich "Alte Reutstraße" kostenlose Shuttle-Busse bis zur U-Bahnhaltestelle "Stadtgrenze" bereit. ak