• Wolf ButterBack in Fürth nimmt nach Corona-Massenausbruch wieder Produktion auf
  • Insgesamt wurden 84 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet
  • Der Betrieb stand für fast eine Woche lang still

Nach einem Corona-Massenausbruch bei Wolf ButterBack in Fürth wurde für die gesamte Belegschaft der Großbäckerei eine Reihentestung angeordnet. Das Ergebnis: 84 Mitarbeiter waren mit dem Coronavirus infiziert. Fast eine Woche lang stand die Produktion still. Bereits am Freitag (13. November 2020) wurde eine freiwillige Betriebsruhe ausgerufen. Am Donnerstag darauf (19. November 2020) konnte die Produktion unter verschärften Schutzmaßnahmen wiederaufgenommen werden. Aktuell befindet sich noch knapp ein Drittel der Beschäftigten in Quarantäne (Stand: 24. November 2020).

Update vom 24.11.2020, 15.36 Uhr: 84 Mitarbeiter bei Wolf ButterBack positiv getestet

Bei der Reihentestung in der Großbäckerei Wolf ButterBack wurde bei 84 Personen das Coronavirus nachgewiesen. Zusätzlich zu den 62 bisher bekannten Fällen konnten 17 infizierte Personen in der Reihentestung und fünf infizierte Personen von den jeweiligen Hausärzten festgestellt werden, erklärt Christian Ell vom Landratsamt Fürth

Von den positiv getesteten Mitarbeitern sind aktuell 30 Menschen wieder genesen, 54 Personen befinden sich weiterhin in Quarantäne. Neben den infizierten Beschäftigten gelten 124 Mitarbeiter der Großbäckerei als Kontaktpersonen der Stufe eins. Diese befinden sich aktuell ebenfalls noch in Quarantäne. 

Am vergangenen Donnerstag (19. November 2020) konnte unter Absprache mit dem Gesundheitsamt die Produktion mit den verbleibenden Mitarbeitern wiederaufgenommen werden. Die Schutzmaßnahmen wurden insofern erweitert, sodass im Unternehmen ab sofort nur noch FFP2-Masken verwendet werden dürfen. Außerdem werden die Abstandsregelungen fortan noch strenger kontrolliert. 

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Update vom 16.11.2020, 17.37 Uhr: Zahl der positiv getesteten Mitarbeiter gestiegen - Reihentestung steht bevor

Die Zahl der positiv getesteten Mitarbeiter der Fürther Großbäckerei Wolf ButterBack ist erneut gestiegen. Gab es am vergangenen Donnerstag (12. November 2020) noch 56 Corona-Fälle, sind inzwischen (Stand: Montag, 16. November 2020)  62 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert.

Laut dem Unternehmen wurde bereits am Donnerstag eine freiwillige Betriebsruhe für Freitag ausgerufen, um die mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Maßnahmen mit Hochdruck umzusetzen.

"Da am Dienstag eine Reihentestung aller Mitarbeiter im Unternehmen durchgeführt wird, dauert die Betriebsruhe nun bis einschließlich Mittwoch an", teilte Wolf ButterBack mit. "Dann werden die Ergebnisse erwartet, mit denen die Einsatzplanung der Fertigung erfolgen kann."

Die Produktion werde voraussichtlich am Donnerstag (19. November 2020) mit einem erweiterten Hygienekonzept wieder aufgenommen.

Dieses beinhalte zusätzlich zu den bereits bestehenden Regeln wie AHA-L - Abstand, Hygiene, Maske und regelmäßiges Lüften folgende beide Punkte:

  1. eine Erhöhung der Schutzausrüstung wie die ausschließliche Verwendung von FFP2-Masken in allen Bereichen des Unternehmens sowie zusätzliche Abtrennungen in Produktion und Verwaltung
  2. noch strengere und umfangreiche Kontrollen zur Einhaltung der 1,5 m-Abstandsregelungen

Das fränkische Lebensmittelunternehmen zeigte sich zuversichtlich, dass den Beschäftigten durch die erweiterten Maßnahmen ein sicheres Umfeld geboten werde. Die verlängerte Betriebsruhe bis einschließlich Mittwoch habe keine negativen Auswirkungen auf die Belieferung der Kunden.

Erstmeldung vom 13.11.2020, 15.27 Uhr: Corona-Massenausbruch in Großbäckerei: Ein Drittel kann nicht mehr arbeiten

Das Coronavirus hat die Produktion beim Lebensmittelhersteller Wolf ButterBack in Fürth lahmgelegt. Bis Freitag (13. November 2020) gibt es bereits 56 Corona-Infizierte, zusätzlich mussten etwa 140 Kollegen in Quarantäne geschickt werden, erläutert Sprecherin Tanja Böttcher inFranken.de. Somit kann ein Drittel der Belegschaft nicht mehr arbeiten. 

Die Großbäckerei produziert im großen Stil Tiefkühl-Teiglinge für Bäckereien, Gastronomie, Einzelhandel und Hotelerie. Pro Jahr werden knapp 300 Millionen Teiglinge hergestellt. Seit dem heutigen Freitag (13. November 2020) ruht aber die Produktion. Die Geschäftsleitung bespricht am Mittag, wie es nun weitergehen soll.

Verschärfte Corona-Maßnahmen bei Wolf ButterBack

"Aufgrund der erhöhten Infektionszahlen haben wir gemeinsam mit dem Gesundheitsamt weitere Maßnahmen abgestimmt", erklärt das Unternehmen in einer schriftlichen Stellungnahme. Neben den gängigen Corona-Maßnahmen (unter anderem Abstand, Hygiene, Maske und regelmäßiges Lüften) werden nun weitere Vorgaben umgesetzt:

  • Ausschließlich FFP2-Masken im gewerblichen Bereich
  • Umkleiden: Beschränkung auf einen Mitarbeiter pro zehn Quadratmeter
  • Proaktives Testen der Mitarbeiter

Mit dem Gesundheitsamt stehe das Unternehmen weiterhin im engen Austausch, erklärt Wolf ButterBack. "Wir bedanken uns bei unseren Mitarbeitern für die gemeinsamen Anstrengungen und für die Einhaltung aller Maßnahmen und wünschen den erkrankten Mitarbeitern eine baldige Genesung."

Mit Waren-Engpässen sei vorerst nicht zu rechnen: "Der Lagerbestand an Fertigwaren ist ausreichend hoch und mit Lieferschwierigkeiten ist zurzeit nicht zu rechnen."

In der Stadt Fürth steigt der 7-Tage-Inzidenzwert seit Tagen stark an. Laut dem Robert Koch-Institut liegt der aktuelle Inzidenzwert am Freitag (13. November 2020) bei 255,30.

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