Ein Sondengänger ist an Heiligabend auf eine Fliegerbombe gestoßen. 14 Feuerwehrleute halfen am nächsten Tag der Kampfmittelräumung, diesen außergewöhnlichen 500-Kilo-Fund zu bergen.
- Cadolzburg: 500-Kilo-Bombe in Waldstück entdeckt
- Fliegerbombe hatte keinen Zünder mehr, Bergung auf dem Gelände aber herausfordernd
- Feuerwehr Cadolzburg unterstützt Kampfmittelbeseitigung bei der Bergung
- "Außergewöhnlicher Einsatz": Letzte Bergung einer Handgranate Jahre her
In einem Waldstück westlich von Cadolzburg machte ein Sondengänger mit seinem Metalldetektor an Heiligabend eine aufregende Entdeckung. Wie die Feuerwehr Cadolzburg in einer Mitteilung berichtet, alarmierte dieser zunächst die Polizei und äußerte seinen Verdacht, dass das Objekt eine Fliegerbombe sein könnte. Die Polizeiinspektion Zirndorf bestätigte diesen Verdacht.
Bombenfund in Cadolzburg: Kampfmittelräumdienst braucht Unterstützung der Feuerwehr
Die Polizei verständigte daraufhin den Kampfmittelbeseitigungsdienst. Laut den Spezialisten habe es sich wohl um eine deutsche 500 Kilogramm schwere Bombe gehandelt, die keinen Zünder mehr besaß, so die Feuerwehr Cadolzburg weiter. Es sei also keine Gefahr von ihr ausgegangen. Glücklicherweise sei eine Evakuierung der Bevölkerung auch aufgrund des abgelegenen Ortes nicht nötig gewesen. Die Fundstelle sei daraufhin gesichert und die Bergung für den nächsten Tag vereinbart worden.
Weil der Fundort mitten im Wald gelegen habe und die Bombe aufgrund ihres Gewichts nicht einfach zu bergen gewesen sei, sei die Hilfe der Feuerwehrleute nötig gewesen. Wie Stefan Höpner von der Feuerwehr Cadolzburg inFranken.de berichtet, wurde die Feuerwehr am ersten Weihnachtsfeiertag gegen 15 Uhr verständigt. Zwei Hilfeleistungslöschfahrzeuge und ein Einsatzleitwagen mit insgesamt 14 Mann seien daraufhin angerückt.
Mit Spaten und Schaufel sei es dann gemeinsam gelungen, die Bombe freizulegen. Auch ein ausgeliehener Radlader des örtlichen Bauhofs sei im Einsatz gewesen. Bis ungefähr 17.30 Uhr habe dieser gedauert, erklärt Höpner. Er und seine Kollegen hätten die Stelle außerdem aufgeleuchtet, als es zu dämmern begann. "Es war ein außergewöhnlicher Einsatz für uns. In diesem Waldstück in Cadolzburg wurde schon einmal eine Handgranate gefunden. Das ist aber Jahre her."