Starker Regen und Sturmböen sorgten am Sonntag (31. Mai) für rund 80 Einsätze in Mittelfranken. Vor allem die Feuerwehren in Fürth, Ansbach und Schwabach waren gefordert.
Zu rund 80 Einsätzen wurden Polizei und Feuerwehr in Mittelfranken am Sonntag (31. Mai 2026) gerufen. Das teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken auf Anfrage von inFranken.de mit. Es habe sich um zwei unterschiedliche Gewitterfronten gehandelt.
Der erste Sturm fegte am Sonntagmittag über die Region, der zweite dann in den frühen Abendstunden. Die Unwetter hatten offenbar keine flächendeckenden Auswirkungen, sondern verursachten eher lokale Schäden.
Der große Unwetter-Überblick von Fürth bis Ansbach
Landkreis Fürth: Vollgelaufene Keller und gesperrte Bundesstraße
Die schwersten Auswirkungen gab es im Landkreis Fürth, wo die Feuerwehr zu 21 Einsätzen ausrücken musste. Roßtal im südlichen Landkreis Fürth "war der Schwerpunkt", wie der Fürther Kreisbrandrat Frank Bauer im Gespräch mit inFranken.de bestätigt. Dort musste die Feuerwehr Keller auspumpen und umgeknickte Bäume beseitigen.
Beim Unwetter am Mittag mussten die Einsatzkräfte zudem die B14 in der Durchfahrt durch Buchschwabach für rund zwei Stunden sperren. Ein Baum war auf die Straße gestürzt und sorgte für Verkehrsbehinderungen.
Bei allen Einsätzen ist es laut Feuerwehr nur zu Sachschäden gekommen. "Über Personenschäden ist uns nichts bekannt", sagte Kreisbrandrat Bauer.
Entwurzelte Bäume stürzen in Schwabach auf Gebäude
Auch in und um Schwabach kam es am Sonntag zu einigen Unwettereinsätzen. Im Schwabacher Ortsteil Limbach sind nach Angaben der Nachrichtenagentur News5 mehrere Bäume umgeknickt. Dort wurde ein Getränkemarkt von einem umstürzenden Baum getroffen. Im Schwabacher Westen traf ein umgestürzter Baum die Luitpoldschule. Schüler befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks nicht im Gebäude.
Straße in Ansbach wegen umgestürztem Baum gesperrt
Besonders stark waren die Auswirkungen des Sturms rund um Ansbach zu spüren. Ein umgestürzter Baum, der quer über die Fahrbahn gefallen war, blockierte am frühen Sonntagabend die Schloßstraße in Ansbach. Dabei wurde nach Angaben der Polizei ein parkendes Fahrzeug leicht beschädigt. Es blieb bei einem Blechschaden. Personen wurden nicht verletzt. Auch der Außenbereich einer gegenüberliegenden Gaststätte wurde leicht beschädigt.
Die Schloßstraße in Ansbach war nach Polizeiangaben für rund eineinhalb Stunden für den Verkehr gesperrt. Der umgestürzte Baum wird am Montag (1. Juni) entfernt. Dabei kommt es möglicherweise noch einmal zu Verkehrsbehinderungen.
20.000 Euro Sachschaden in Weihenzell
Schon am Sonntagmittag stürzte in Weihenzell (Kreis Ansbach) infolge eines Gewitters eine Linde um und fiel nach Angaben der Polizei auf den Anbau einer Gastwirtschaft. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 20.000 Euro.