Am Dienstagmittag (09.11.2021) wurde die Polizei in die Fürther Südstadt gerufen. Dort angekommen griff ein 36-jähriger Mann die Beamten unvermittelt mit Faustschlägen an. Dabei stürzte eine Polizeibeamtin, woraufhin der Angreifer mehrmals mit den Fäusten in das Gesicht der am Boden Liegenden schlug. Die Beamtin erlitt schwere Verletzungen und musste im Krankenhaus versorgt werden. Während die Polizistin bis auf weiteres nicht dienstfähig ist, wurde ihr Kollege nur leicht verletzt, berichtet das Polizeipräsidium Mittelfranken. 

Nach Stand der aktuellen Ermittlungen versuchte der 36-Jährige mehrmals, die Dienstwaffe der Beamtin aus dem Holster zu reißen. Nur durch Gegenwehr der Beamten und dem Einsatz von Pfefferspray konnte das verhindert werden. Mithilfe einer weiteren Streifenbesatzung konnte der Angreifer schließlich festgenommen werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist dem Angriff eine Familienstreitigkeit vorangegangen. 

Mann griff vorher Lehrerin an

Der 36-jährige Familienvater holte offenbar sein Kind von der Schule ab, obwohl er das nicht durfte. Eine Lehrerin versuchte dies zu verhindern und wurde von dem Mann zu Boden gestoßen. Dabei verletzte sie sich leicht. Der Tatverdächtige ging daraufhin mit dem Kind zu einem Wohnanwesen in der Fürther Südstadt. Dort kam es zu dem Polizeieinsatz. Da sich der Mann in einem psychischen Ausnahmezustand befand, wurde er in eine Fachklinik gebracht. Das zuständige Kommissariat der Fürther Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Der 36-Jährige muss sich nun unter anderem wegen des Verdachtes des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, Bedrohung und verschiedener Körperverletzungsdelikten verantworten.

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