Der Sommer 2022 setzt einen neuen Rekord: So trocken wie in diesem Jahr war es zuletzt 1881. Normalerweise fallen in den Sommermonaten in Deutschland rund 250 Liter Regen pro Quadratmeter – bisher waren es aber gerade einmal etwa 100 Liter. Kommt im August doch noch die große Erfrischung? Die Prognose von Wetterexperte Dominik Jung macht wenig Hoffnung.

Schauer und Gewitter deuten sich zwar für die nächste Woche an, sagt der Diplom-Meteorologe anhand der Wettermodelle voraus. Doch ein Ende des Hitzesommers sei damit nicht in Sicht. "Die Temperaturen bleiben meist auf einem recht hohen Niveau", erklärt Dominik Jung. Ab Montag gibt es lokale Regenschauer, aber keine starken Niederschläge. Und der Experte warnt: Die Wettermodelle hatten bereits in den vergangenen Tagen Höhentiefs und flächendeckenden Regen vorausgesagt, auf den man dann aber vergeblich wartete. "Daher heißt es generell vorsichtig sein mit der Prognose ab nächster Woche."

Wetter in Franken: Wann kommt endlich der Regen?

Auch Wetterexperte Stefan Ochs liefert eine eher durchwachsene Prognose für Franken: Das Blatt könne sich aber noch wenden. Tatsächlich spricht der "Wetterochs" von einem Kaltlufttropfen, der ab Freitag aus Österreich anrückt und Franken immerhin streift. Die Auswirkungen dieses Höhentiefs auf Franken seien aber überschaubar. "Das vorübergehende Absinken der Frostgrenze von 4000 auf 3000 Meter bleibt wegen der sehr trockenen Luft folgenlos", erklärt Stefan Ochs.

Zumindest bis Sonntag bestimmt in Franken Hoch "Oscar" das Wetter: Dieses zieht derzeit durch den Norden Deutschlands, genauer gesagt von der Nord- zur Ostsee. Laut Stefan Ochs sorgt es hier für ein heiteres und trockenes Wetter mit lockerer Bewölkung. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei knapp 30 Grad, verrät der Wetterfachmann aus Herzogenaurach, am Samstag und Sonntag steigen sie auf 30 bis 34 Grad. "Oscar" sichert uns laut Dominik Jung "die stabilste Schönwetterphase des gesamten Sommers".

All jene, die sich endlich eine Abkühlung herbeisehnen, dürften an diesem Wochenende dennoch nicht leer ausgehen. "Der Ostwind ist tagsüber in Böen gelegentlich frisch bis stark", prognostiziert wiederum Stefan Ochs für die kommenden Tage: "In den Nächten kühlt es recht kräftig ab, mit Temperaturminima von 13 bis 8 Grad."

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Wir erleben zwar aktuell den trockensten, aber nicht den wärmsten Sommer seit 1881. "Beim Sonnenschein ist das Soll mit 47 Prozent fast schon zur Hälfte erreicht worden. Das ist ordentlich. Da kommen bis Sonntag noch mindestens 60 Sonnenstunden dazu", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung. Auch in den nächsten Tagen stehe keine Abkühlung bevor, sondern eher das Gegenteil, sagt er und bestätigt damit die Prognose von Stefan Ochs - setzt aber noch ein paar Grad drauf. Sogar bis zu 37 Grad heiß soll es demnach kommende Woche werden.

Beim Thema Regen ist auch Stefan Ochs skeptisch, vor allem bei seinem Ausblick auf die kommende Woche. Ein ausgedehnter Tiefdruckkomplex löse dann das für Franken dominierende Hoch ab. "Das bedeutet nun aber nicht automatisch, dass dann auch gleich der große Regen kommt", meint der "Wetterochs". Der Schuss könnte sogar nach hinten losgehen. Ein Teiltief mit Kern über Irland dürfte nämlich bis zu 35 Grad warme Luft in Richtung Franken lenken.

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