Das massive Schneetreiben ist wunderschön - vor allem in Parks und Wäldern. Doch gerade da muss man aufpassen. Mehrere Städte und Gemeinden haben dringende Warnungen herausgegeben.
Ein Spaziergang im verschneiten Wald mag schön sein - mehrere fränkische Kommunen warnen aber vor den Gefahren. Bei Waldspaziergängen drohe Lebensgefahr, heißt es von der Stadt Bayreuth. Äste und Baumkronen könnten unter der Schneelast brechen. «Auch ganze Bäume können umstürzen.» Für den ganzen Montag warnt der DWD vor heftigen Schneefällen in Franken.
Die Städte Nürnberg und Würzburg empfehlen deshalb, Wälder und Parks zu meiden. Der Nürnberger Feuerwehr zufolge besteht auch die Gefahr von Dachlawinen. Wegen des Niederschlags und des leichten Tauwetters könnte der schwere Schnee von Hausdächern abrutschen. In Nürnberg kam es außerdem zu massiven Beeinträchtigungen im Flugverkehr - bei manchen Passagieren machten sich Wut und Verzweiflung breit.
Enorme Schneemassen - große Gefahr in Parks
Auch in Forchheim rät die Stadtförsterei den Menschen zur Vorsicht im Wald. Die Forststraßen seien nicht geräumt und unter der Schneeschicht könnten dicke Eisplatten liegen, teilte die Stadt mit. Neben abbrechenden Ästen und umstürzenden Bäumen seien diese eine tückische Gefahr. Rettungsfahrzeuge hätten bei Unfällen aber Probleme durchzukommen.
Die Stadt Bambergwarnt ebenfalls vor Gefahren wie beschädigten Ästen und nicht freigegebenen Eisflächen. Der Winterdienst ist mit über 150 Mitarbeitern rund um die Uhr im Einsatz, um Straßen und öffentliche Flächen zu räumen. Aufgrund der Wetterlage fällt die Müllabfuhr aus und Busse im Landkreis Bamberg stellen den Betrieb ein. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Glatteis, und die Bevölkerung soll "den Aufenthalt im Freien vermeiden" sowie für Notfälle vorsorgen.
Der Wintereinbruch in Franken sorgte am Montag für Chaos auf den Straßen. In Ober-, Mittel- und Unterfranken wurden zahlreiche Unfälle gemeldet. Glücklicherweise verliefen die meisten glimpflich. Insbesondere auf den Autobahnen A3 und A9 gibt es erhebliche Verkehrsbehinderungen. Die Polizei verzeichnet über 400 wetterbedingte Einsätze und warnt vor gefährlichen Straßenverhältnissen. Auch der öffentliche Nahverkehr ist beeinträchtigt, mit Ausfällen und Verspätungen in der Region Nürnberg und Stillegungen in Würzburg, Bamberg und Erlangen. Der Tiergarten Nürnberg bleibt geschlossen.