Wie steht es um die einzelnen Regionen Deutschlands? Dieser Frage ist das Institut der deutschen Wirtschaft nachgegangen - so schneiden die fränkischen Regionen ab.
Seit 2016 vergleicht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands. Dabei spielen Wirtschaftsstruktur und Arbeitsmarkt, aber auch der Faktor Lebensqualität, zu dem unter anderem die Ärztedichte oder der Anteil naturnäherer Flächen zählt, eine Rolle.
Zusammengefasst stellt das sogenannte IW-Regionalranking die Attraktivität aller Regionen Deutschlands gegenüber. In Franken kam es im Zuge der Analyse zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen: Ein Landkreis landete in den Top 10 der bundesweiten Rangliste, während eine Stadt aus der Region im unteren Drittel zu finden ist.
IW-Regionalranking: Erlangen-Höchstadt und Coburg glänzen - Hof frankenweit am schlechtesten
Das Ranking, das sich aus verschiedenen Standortfaktoren zusammensetzt, zeigt, dass Landkreis und Stadt München (Platz 1 und 2) die Spitze in ganz Deutschland bilden. Nicht weit dahinter folgt dann die erste fränkische Region: Der Landkreis Erlangen-Höchstadt belegt Platz 8. Aus fränkischer Sicht folgt die Stadt Coburg auf Rang 13. Doch aus der Analyse geht auch hervor, dass andere Teile Frankens weitaus weniger attraktiv sind.
Fränkisches Schlusslicht ist die Stadt Hof, die im Gesamtranking lediglich Rang 329 belegt. Es folgen der Landkreis Hof auf Platz 238, der Landkreis Wunsiedel auf Rang 220 sowie die Stadt Schweinfurt, die auf Platz 213 liegt. Den letzten und damit 400. Platz des gesamten IW-Rankings hat die kreisfreie Stadt Suhl in Thüringen inne.
Vergleich zum zehnten Mal durchgeführt - Würzburg macht großen Sprung nach vorn
Da der IW-Standort-Vergleich 2026 bereits zum zehnten Mal durchgeführt wurde, konnte das Institut zudem eine Bilanz der Entwicklung einzelner Standorte über zehn Jahre ziehen. Besonders ins Auge fiel dabei unter anderem Würzburg.
Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat die unterfränkische Großstadt den fünftgrößten Sprung nach vorn im deutschlandweiten Ranking gemacht: Seit 2016 hat Würzburg in dem Vergleich 140 Plätze gut gemacht und landete dieses Jahr auf Rang 70.
Grund dafür ist laut IW die Entwicklung der Stadt zu einem "Hub für Technologie, Start-ups und attraktivem Wohnen".
IW-Ranking: So schneiden die fränkischen Städte und Landkreise ab
Im Folgenden findet sich die vollständige Rangfolge der fränkischen Landkreise und kreisfreien Städte:
Landkreis Erlangen-Höchstadt: Platz 8
Kreisfreie Stadt Coburg: Platz 13
Kreisfreie Stadt Erlangen: Platz 36
Landkreis Nürnberger Land: Platz 56
Landkreis Roth: Platz 60
Landkreis Kitzingen: Platz 66
Kreisfreie Stadt Würzburg: Platz 70
Landkreis Würzburg: Platz 76
Kreisfreie Stadt Aschaffenburg: Platz 80
Landkreis Kulmbach: Platz 84
Kreisfreie Stadt Bamberg: Platz 86
Landkreis Bad Kissingen: Platz 90
Landkreis Fürth: Platz 102
Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: Platz 108
Landkreis Ansbach: Platz 109
Kreisfreie Stadt Nürnberg: Platz 112
Kreisfreie Stadt Schwabach: Platz 113
Landkreis Haßberge: Platz 119
Kreisfreie Stadt Ansbach: Platz 120
Landkreis Forchheim: Platz 122
Landkreis Kronach: Platz 123
Landkreis Rhön-Grabfeld: Platz 130
Landkreis Aschaffenburg: Platz 145
Landkreis Schweinfurt: Platz 156
Kreisfreie Stadt Fürth: Platz 159
Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim: Platz 160
Landkreis Bamberg: Platz 161
Landkreis Miltenberg: Platz 165
Landkreis Bayreuth: Platz 178
Landkreis Main-Spessart: Platz 182
Landkreis Coburg: Platz 185
Kreisfreie Stadt Bayreuth: Platz 188
Kreisfreie Stadt Schweinfurt: Platz 213
Landkreis Wunsiedel: Platz 220
Landkreis Hof: Platz 238
Kreisfreie Stadt Hof: Platz 329
In einem anderen IW-Ranking erzielte die Metropolregion Nürnberg unlängst ebenfalls ein enttäuschendes Resultat. Die Geschäftsstelle des Ballungsraums monierte das Studienergebnis.