Die Eisheiligen haben besonders für Hobby-Gärtner*innen eine besondere Bedeutung: Denn mit dem erwarteten Kälteeinbruch kann es bei uns eigentlich noch ein letztes Mal im Jahr Bodenfrost geben. Eigentlich. Denn dieses Jahr versprechen die Eisheiligen alles andere als eisig zu werden.

„Der Mai dreht nächste Woche auf und bring weiten Landesteilen Freibadwetter",  verspricht Wetterexperte Dominik Jung. Der Start der Eisheiligen, am Mittwoch, dem 11. Mai, war der erste richtig sommerliche Tag mit Höchsttemperaturen über 25 Grad. 

Sommerliche Temperaturen und ein großes Problem

Seit dem Muttertag ist die Sonne Dauergast. Dominik Jung erklärt: "Der Sommer nimmt in der Woche Anlauf. Dabei wären vom 11. bis zum 15. Mai eigentlich die Eisheiligen. Die werden aber in diesem Jahr zu den Schweißheiligen, da ist verbreitet schwitzen angesagt." Ende der Woche kann im Südwesten Deutschlands sogar die 30 Grad Marke geknackt werden. Für diese Jahreszeit wären die Temperaturen damit deutlich zu hoch. 

Problematischer aber sind die fehlenden Niederschläge: "Ein Problem wird langsam die Trockenheit. Im Norden hat es in vielen Regionen seit über drei Wochen keinen Tropfen Regen mehr gegeben", so Jung. Generell ist das Jahr in vielen Regionen Deutschlands bisher zu trocken. Ein Problem nicht nur für Wälder, in denen die Waldbrandgefahr bald deutlich steigen dürfte. Vor allem auch die Landwirtschaft wird durch fehlende Niederschläge gefährdet - und das in einer Zeit, in der die Lebensmittelpreise bereits durch den Ukraine-Krieg stark steigen. 

Da helfen auch die teils heftigen Schauer der vergangenen Wochen nicht - im Gegenteil: Fallen die Niederschläge in zu kurzer Zeit und können die Böden diese dann nicht aufnehmen, steigt die Gefahr lokaler Überschwemmungen wie am Mittwoch beispielsweise in Stegaurach bei Bamberg