Hochwasser in Franken: Straßen, Keller und Gebäude überflutet - Polizei warnt

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In vielen Regionen Frankens stehen Felder und Wiesen unter Wasser - auch bebaute Gebiete sind in Gefahr. Die Polizei hat eine Warnung an alle Autofahrer.

Update vom 24.02.2026, 9.37 Uhr: Hochwasserwarnung für bebaute Gebiete - Polizei mit Hinweis an Autofahrer

Wie der Hochwassernachrichtendienst am Dienstag (24. Februar 2026) meldet, liegen für verschiedene Gebiete in Franken Warnungen vor Hochwasser vor. Betroffen sind vor allem Bad Berneck und der Weiße Main - dieser hat die Meldestufe 3 überschritten. Es ist hier mit einer Überflutung einzelner bebauter Grundstücke oder Keller sowie Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Der Rote Main bei Bayreuth hat die Meldestufe 1 überschritten und liegt derzeit unterhalb der prognostizierten Vorhersage. In Untersteinach erreicht die Warme Steinach Meldestufe 2. 

In Fürth am Berg ist der Pegel der Steinach unerwartet stark angestiegen und hat die Meldestufe 3 erreicht. 

Unterdessen hat die Polizei Mittelfranken eine Warnung für alle Autofahrer veröffentlicht. "Beim Durchfahren von Wasserlachen oder überfluteten Straßen ist Vorsicht geboten, da normale Autos nur begrenzt wassertauglich sind", erklärt die Polizei und beschreibt auch, wie sich Autofahrer am besten verhalten sollten.

"Achtung: Maximale #Wassertiefe beachten! Fahrt nur weiter, wenn das Wasser maximal bis zur Reifenmitte reicht. Wenn das Wasser zu tief ist, kann der Motor Wasser ansaugen. Das kann ihn sofort zerstören." Außerdem solle man die Geschwindigkeit reduzieren und langsam durch das Wasser fahren. Der Grund: Zu schnelles Fahren könne eine Bugwelle erzeugen. Diese wiederum kann über die Motorhaube schwappen und in den Ansaugtrakt gelangen. Außerdem bestehe bei zu schneller Fahrt Aquaplaning-Gefahr.

Generell solle man auf überfluteten Straßen möglichst mittig fahren, da das Wasser dort am flachsten ist. Wichtig sei laut Polizei auch, ausreichend Abstand zu halten, damit Spritzwasser durch Vorausfahrer vermieden werden und Hindernisse im trüben Wasser rechtzeitig erkannt werden können.

Update vom 23.02.2026, 16.12 Uhr: Achtung Hausbesitzer - Flüsse und Bäche treten über die Ufer

Mit der Schneeschmelze und dem Regen steigen in Teilen Bayerns wie dem Fichtelgebirge die Pegelstände der Flüsse und Bäche. Teils sind lediglich Wiesen und Felder überflutet, mancherorts kann es jedoch auch Keller und Häuser treffen. Noch ist nicht überall der Höchststand erreicht, wie der Hochwassernachrichtendienst (HND) mitteilte. Ab Mittwoch (25. Februar 2026) dürften die Messwerte an den Pegeln wieder sinken, wenn es bayernweit freundlicher und trockener werden soll.

Besonders betroffen sind derzeit die fränkischen Regierungsbezirke und die Oberpfalz. Für Südbayern sei die Entwicklung noch nicht ganz klar und werde beobachtet.

Im Einzugsgebiet des oberen Mains in Oberfranken könnte es leichte Überschwemmungen geben. Am weißen Main (Bad Berneck) und der Steinach (Neustadt bei Coburg) seien die Höchststände in Meldestufe 3 erreicht, in Ködnitz nähern sich die Wasserstände im Höchststand dann Meldestufe 3.

In diesen Teilen Frankens wird gewarnt

In Mittelfranken könnten neben landwirtschaftlichen Flächen auch Straßen überflutet sein, ebenso an der unteren Wörnitz in Schwaben. In folgenden fränkischen Kreisen wird vor Hochwasser gewarnt:

  • Kreis und Stadt Ansbach - Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen
  • Kreis Bad Kissingen - Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen
  • Kreis und Stadt Bamberg - Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen
  • Kreis und Stadt Bayreuth - Warnung vor Überschwemmungen für bebaute Gebiete
  • Kreis und Stadt Coburg - Warnung vor Überschwemmungen für bebaute Gebiete
  • Kreis Erlangen-Höchstadt, Stadt Erlangen, Kreis und Stadt Fürth, Kreis Nürnberger Land und Stadt Nürnberg, Stadt Schwabach, Kreis Roth - Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen
  • Kreis Forchheim - Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen
  • Kreis Kronach - Warnung vor Überschwemmungen für bebaute Gebiete
  • Kreis Kulmbach - Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen
  • Kreis Lichtenfels - Warnung vor Überschwemmungen für bebaute Gebiete
  • Kreis Main-Spessart - Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen
  • Kreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim - Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen
  • Kreis Rhön-Grabfeld - Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen
  • Kreis Weißenburg-Gunzenhausen - Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen
  • Kreis Wunsiedel im Fichtelgebirge - Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen
  • Kreis und Stadt Würzburg - Vorwarnung

Von Cham bis Nittenau in der Oberpfalz werden die Höchststände erst im Verlauf der Nacht und am Dienstag erwartet - Meldestufe 3 von 4 ist möglich. Mit dem zunehmenden Regen in Südbayern könnten auch vereinzelt noch südliche Zuflüsse zur Donau über die Ufer treten, etwa in Donauwörth.

Bei der Meldestufe 3 können einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet sein. Meldestufe 4 bedeutet, dass bebaute Gebiete in größerem Umfang unter Wasser stehen können.

Der Dienstag bleibt nass

In der Nacht zum Dienstag soll es weiter regnen, im Süden möglicherweise auch stark. Vor allem am östlichen Alpenrand ist mit Regenmengen zwischen 30 und örtlich bis 50 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden zu rechnen. Ab mittleren Lagen könnte es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) mäßig bis stark schneien.

Auch am Dienstag bleibt es vielerorts nass, mit Ausnahme vom Bodensee und dem Allgäu. Die Temperaturen liegen zwischen 7 Grad im Bayerischen Wald und 15 Grad am Untermain und am Bodensee.

Am Mittwoch könnten echte Frühlingsgefühle aufkommen: Laut DWD setzt sich nach Hochnebel am Nachmittag die Sonne durch, in Schwaben und Oberbayern scheint sie sogar von früh bis spät. Es wird frühlingshaft mild bei 12 bis 17 Grad.

Ursprungsmeldung vom 23.02.2026, 8.37 Uhr: Hochwasser-Warnungen für Franken: Wetter-Wendepunkt ab Mittwoch?

Regenfälle und die Schneeschmelze verursachen momentan vor allem im nördlichen Bayern Überflutungen. Besonders betroffen sind die Stadt und der Landkreis Coburg, der Landkreis Kronach sowie der Landkreis Lichtenfels.

Der Hochwassernachrichtendienst warnt in diesen Gebieten vor Überflutungen in bebauten Arealen. Ausuferungen oder Überflutungen sind in sämtlichen fränkischen Regierungsbezirken möglich sowie in der Oberpfalz und in Teilen Schwabens.

Der Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nach zeigen sich auch in den kommenden Tagen zahlreiche Wolken am Firmament, dazu kann es auch weiterhin kräftiger regnen. Doch es bleibt mild - und am Mittwoch (25. Februar 2026) könnten Frühlingsliebhaber auf ihre Kosten kommen. Bereits am Vormittag kommt es im Freistaat immer wieder zu Regenschauern. In den Bergen ist bis zum Mittag noch mit anhaltendem Tauwetter zu rechnen.

Pegelstufe 3 in Franken erreicht

Aufgrund des vielen Niederschlags können vor allem in der Nordhälfte in vielen Regionen des Freistaats Felder und Wiesen überflutet werden. Am frühen Morgen stieg der Pegel in Fürth am Berg im Landkreis Coburg auf mehr als 250 Zentimeter und erreichte damit Meldestufe drei von fünf. Ab dieser Warnstufe könnten auch vereinzelt bebaute Grundstücke oder Keller überflutet werden.

Am Mittag und Nachmittag ist laut den Wetterexperten immer wieder mit trockenen Abschnitten zu rechnen. Dazu weht ein kräftiger Wind. In den Höhenlagen des Bayerwaldes sind auch Sturm- und schwere Sturmböen möglich. In den Hochlagen der Alpen werden orkanartige Böen mit bis zu 110 Kilometern pro Stunde erwartet. Die Temperaturen erreichen laut DWD milde 8 bis 14 Grad. 

In der Nacht zum Dienstag soll es weiter regnen, im Süden möglicherweise auch kräftig. Vor allem am östlichen Alpenrand ist mit Regenmengen zwischen 30 und örtlich bis 50 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden zu rechnen. Ab mittleren Lagen ist mit mäßigem bis starkem Schneefall zu rechnen. Laut den Wetterexperten ist auch im Laufe des Dienstags vielerorts mit Regen und Nieselregen zu rechnen. Nur am Bodensee und im Allgäu soll es trocken bleiben.

Frühlingsgefühle können aufkommen: Sonne soll sich durchsetzen

Die Temperaturen liegen zwischen 7 Grad im Bayerischen Wald und 15 Grad am Untermain und am Bodensee. Am Mittwoch (25. Februar 2026) könnten echte Frühlingsgefühle aufkommen: Laut DWD setzt sich nach Hochnebel am Nachmittag die Sonne durch, in Schwaben und Oberbayern scheint sie sogar von früh bis spät. Es wird frühlingshaft mild bei 12 bis 17 Grad.

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