Frankens Aprilscherze: Katholische Shopping-Mall, U-Bahn-Streife & Co.
Autor: Julian Drescher
Franken, Mittwoch, 01. April 2026
Am 1. April haben sich Städte, Vereine und Behörden in Franken wieder ordentlich was einfallen lassen. 13 Scherze - einer kreativer als der andere.
Einmal im Jahr ist es so weit: Der 1. April lädt dazu ein, die Welt ein wenig auf den Kopf zu stellen - und Franken nimmt diese Einladung traditionell sehr ernst. Ob Bierkeller, Wildpark oder Rathäuser: Rund um diesen Tag drehen Institutionen, Vereine und Privatpersonen in der Region gerne mal an der Realität.
Was dabei herauskommt, ist mal kreativ, mal frech, mal so gut ausgedacht, dass man kurz schluckt - bevor man lacht. Wer sich noch an die Vorjahre erinnert: Auch 2023 hatten Bamberger Institutionen schon ordentlich Spaß mit ihren Fans, und die besten April-Scherze 2024 aus Franken sorgten ebenfalls für reichlich Verwirrung. 2025 zogen ein Nürnberger Stadtrat, eine CSU-Politikerin und sogar die Polizei mit.
Die besten April-Scherze aus Bamberg, Nürnberg, Schweinfurt, Würzburg & Co.
Auch 2026 haben sich Städte, Vereine, Behörden und Einzelpersonen in der Region wieder einiges einfallen lassen. Die Scherze kamen diesmal aus Bamberg, Nürnberg, Schweinfurt, Forchheim, Höchstadt, Bad Windsheim, Fürth und dem Landkreis Bamberg - gestreut über Social Media. Hier sind die besten April-Scherze 2026 aus Franken - natürlich ohne Gewähr, dass etwas davon vielleicht doch stimmt.
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Bamberg: Erzbistum plant Tiefgarage und Shopping-Mall unter dem Dom
Das Erzbistum Bamberg hat am 1. April eine Lösung für eines der drängendsten Bamberger Stadtprobleme präsentiert: den Parkplatzmangel in der Innenstadt. Unter dem Domplatz, so die Ankündigung, soll eine Tiefgarage mit rund 500 Stellplätzen entstehen - Zufahrt über einen zweispurigen Tunnel vom Kaulberg, unter Nutzung des bestehenden Stollennetzes im Berggebiet. Damit nicht genug: Unter dem Arbeitstitel "DomArkaden" ist zusätzlich eine Shopping-Mall geplant. Ein barrierefreier Fahrstuhl soll die Besucher direkt auf den Domkranz bringen - quasi himmlisch shoppen. Baustart: kommendes Frühjahr, vorbehaltlich archäologischer Funde "aus allen Jahrhunderten".
Bamberg: Wilde Rose Keller plant Baumwipfelpfad über dem Bierkeller
Der Wilde Rose Keller in Bamberg hat nach der Sanierung seines Musikpavillons offenbar Blut geleckt - und kündigt das nächste Großprojekt an: einen Baumwipfelpfad hoch oben in den Kastanienbäumen des Kellers. Geplant sind Aussichtsplattformen, eine "Zapfstelle in fünf Metern Höhe" und ein direkter Zugang vom Musikpavillon. Kellerbier mit Ausblick, Live-Musik aus der Vogelperspektive - Eröffnung vielleicht schon zum 23. April 2026. Das Foto zeigt einen überzeugend echten Holzsteg durch die Bäume - ob KI oder nicht, der Wunsch vieler Besucher dürfte real sein.
Bamberg: Villa Concordia plant Denkmal für verstorbene Nachbarkatze
Das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg hat für den Bamberger Skulpturenweg ein neues Kunstprojekt angekündigt - ein Denkmal für Jenja, die 2024 verstorbene Nachbarkatze des Hauses. Die Skulptur soll im Garten an der Stelle des ehemaligen Glaspavillons aufgestellt werden und interaktiv sein: Auf Zuruf miaut sie. Direktorin Nora-Eugenie Gomringer wird im Post zitiert: "Jenja hat über Jahre hinweg die Arbeit vieler unserer Stipendiaten inspiriert. Mit dieser Skulptur möchten wir ihr die Würdigung schenken, die ihr gebührt." Das dazugehörige Bild zeigt eine imposante weiße Katzenskulptur im Bamberger Grün - laut Post ein "KI-Entwurf".
Bamberg/Landkreis: Regnitzfähre Pettstadt eröffnet Duty-Free-Shop
Die Regnitzfähre Pettstadt hat am 1. April einen Duty-Free-Shop eröffnet - fränkisch: "zollfrei eikaafn!". Grundlage sei ein EU-Beschluss, der alle Fließgewässer innerhalb der Union zu zollfreien Gebieten erkläre, weil das Wasser auf seinem Weg zum Meer mehrere Staaten passiere und damit "gewissermaßen als staatenlos gilt". Das Bild zeigt das Fähren-Team bestens gelaunt vor einem rustikalen Holzhäuschen direkt an der Fähre, Whiskyflaschen und Snacks in der Hand, dazu ein Schild: "Heute Eröffnung des Duty-Free-Shops". Sehr überzeugend inszeniert - und die Fahrpreise seien von der Vergünstigung leider nicht betroffen.