• Geburtenzahlen in Bayern steigen an
  • So viele Kinder kamen in Franken im Jahr 2020 zur Welt
  • hier ist der Anteil nicht ehelicher Geburten in Franken am größten
  • deshalb werden Mütter bei erstem Kind immer älter

Seit einigen Jahren steigen die Geburtenzahlen in Bayern deutlich an. 2010 sind im Freistaat insgesamt 105.000 Babys auf die Welt gekommen. Im Jahr 2021 lag diese Zahl bei 128.000. Das entspricht einer Zunahme um 22 Prozent. Auch in Franken ist dieser Anstieg zu beobachten. Das kann man im Diagramm erkennen.

Ungefähr seit 2010 steigen in den fränkischen Regierungsbezirken die Geburtenzahlen stark an. Den deutlichsten Zuwachs gibt es in Mittelfranken. Hier lag die Zahl der Lebendgeborenen im Jahr 2020 bei insgesamt 17.576. Das ist die bisher höchste Zahl seit 1997 für den Regierungsbezirk. Insgesamt kamen im Jahr 2020 in Franken 38.856 Kinder zur Welt. 

Wie groß ist der Anteil der nicht ehelichen Geburten in Franken? Die Antwort auf diese Frage kann man in der Karte oben ablesen. Im Freistaat Bayern wurden 2019 im Schnitt 26,5 Prozent der Kinder nicht-ehelich geboren. Es zeigen sich dabei starke regionale Unterschiede. Ein Stadt-Land-Gefälle ist in der  obenstehenden Karte eindeutig zu erkennen.

In der Stadt Bamberg gibt es in ganz Franken den höchsten Anteil an nicht ehelichen Geburten. Mit 38,4 Prozent liegt der Wert der Stadt deutlich über dem bayerischen Durchschnitt. Generell ist auch zu erkennen, dass der Anteil im Norden Frankens eher höher ist als im Süden. Im Landkreis Roth lag der Anteil nicht ehelicher Geburten im Jahr 2019 bei 22,6 Prozent. Dieser Wert ist der niedrigste in ganz Franken. Oft heiraten viele Paare aber auch erst nach der Geburt des ersten Kindes. Das zeigt sich laut Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg in Lebenslaufstudien.

Wie alt sind die Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes?

Seit den 1990er Jahren steigt das Alter der Mütter bei der Geburt in Deutschland kontinuierlich an. Laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung sind Frauen in Großstädten und dem Umland bei der Geburt im Schnitt älter als Frauen, die in ländlicheren Regionen leben. Das durchschnittliche Alter bayerischer Mütter bei der ersten Geburt lag im Jahr 2020 bei 30,1 Jahren. Wie sich das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt des ersten Kindes von 2011 bis 2020 in Franken entwickelt hat, kann man in der Grafik unten erkennen.

Es zeigt sich, dass das Alter der Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes in den fränkischen Regierungsbezirken von 2011 bis 2020 insgesamt angestiegen ist. Von Jahr zu Jahr gibt es immer wieder leichte Schwankungen, aber über den langen Zeitraum hinweg spiegelt sich in der Ansicht für Franken die Gesamtentwicklung Deutschlands wider.  Mit einem Alter von genau 30 Jahren waren die Frauen in Mittelfranken bei der Geburt ihres ersten Kindes im Vergleich zu den anderen Regierungsbezirken im Jahr 2020 am ältesten.  

Dass das Erstgeburtsalter steigt, "ist ein eindeutiger Trend, der sich immer dynamischer entwickelt", sagte Martin Bujard, Forschungsdirektor beim Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB).  Ein Grund sei, dass sich auch der Berufseintritt nach hinten verschiebe. "Kinderwünsche werden oft erst dann angegangen, wenn beide beruflich Fuß gefasst haben." Besonders deutlich werde das bei Akademikerinnen. "Leider wird eine frühe Elternschaft immer noch häufig auf dem Arbeitsmarkt bestraft", so Bujard.

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