In Regensburg, der Stadt an der Donau, ist der Wasserversorger Rewag mit Blick auf die Trinkwasserverfügbarkeit im Oberpfälzer Jura noch entspannt. "Vielmehr haben wir, weil es eben auch andere Situationen in anderen Regionen gibt, Notverbünde geschlossen, um im Fall der Fälle mit Trinkwasser auszuhelfen", erklärt Rewag-Sprecher Martin Gottschalk. Nach LfU-Angaben ist die Lage derzeit vor allem in Schwaben, Oberbayern sowie Ostbayern heikel. Daher rufen einige Versorger bereits zum Wassersparen auf.
Das Vorjahr war bereits sehr trocken
2025 war nach Erkenntnissen des Deutschen Wetterdienstes überaus trocken. Gemessen wurde in Bayern ein Niederschlag von etwa 700 Litern pro Quadratmeter – ein Viertel weniger als im langjährigen Mittel. Passend dazu nennen die Meteorologen das Jahr auch "ungewöhnlich warm": Mit 9,4 Grad Celsius lag die Jahresmitteltemperatur 1,9 Grad über dem Vergleichswert der Jahre 1961 bis 1990, dem sogenannten Klimamittel.
Im sogenannten hydrologischen Winterhalbjahr – gemeint ist die Zeit zwischen November 2025 und April 2026 – sowie die Monate Mai und Juni waren nach LfU-Angaben eher trocken. "Die vom DWD prognostizierte Witterung für die kommenden Wochen lässt keine anhaltende Entspannung der Niedrigwassersituation erwarten."
Auch Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) mahnt. "Die aktuelle Hitzeperiode und die wenigen Niederschläge zeigen: Die Folgen des Klimawandels werden zunehmend auch in Bayern spürbar", sagt er.
Auto waschen, Pool füllen, Garten gießen – was ist noch erlaubt?
Ein landesweites Verbot gibt es nicht, auch wenn es lange Zeit nicht regnet. Allerdings können Städte und Gemeinden Einschränkungen erlassen, wenn das Wasser knapp wird. Wer einen privaten Pool füllen möchte, sollte sich deshalb vorab über die Regeln vor Ort informieren.
"Wir wissen nicht, wie unsere Kundinnen und Kunden das Wasser nutzen – unser Wissen endet am Wasserzähler", räumt ein Sprecher der Stadtwerke München ein. "Aber in Situationen, in denen die Wasserversorgungslage angespannt ist, gilt es, den Wasserbedarf auf die notwendige Nutzung zu reduzieren, also auf Trinken, Kochen, Hygiene und medizinischen Bedarf." Alles andere müsse dann zeitweise dahinter zurückstehen.
Experten raten schon lange, sparsam mit Wasser umzugehen. Pflanzen sollten möglichst morgens oder abends gegossen werden, wenn weniger Wasser verdunstet. Sinnvoll ist es außerdem, Regenwasser zu nutzen und lieber seltener, aber dafür gründlich zu gießen.