Die Wolfsberger zeigten außerordentlich großes Interesse an ihrer jüngsten Bürgerversammlung. Der Raum im Sportheim von Wolfsberg war bis auf den letzten Platz besetzt.

Dazu beigetragen haben mag die anstehende Dorferneuerung, bei der der Ausbau der Ortsdurchfahrt vorgesehen ist. Letztlich gab es am Ende dazu aber kaum Fragen von den Zuhörern.

Bürgermeister Markus Grüner (CSU) erläuterte, dass zurzeit die Grundstücksverhandlungen mit den betroffenen Eigentümern im Ort stattfinden. Er erwartet, dass sie bis Ende des Jahres abgeschlossen sind.



Anhand der Fakten rechnen

Erst wenn das Ergebnis dieser Verhandlungen feststeht, kann geplant werden. Das soll Anfang 2016 passieren. Daann können auch die Kosten geschätzt werden.
Da der Ausbau der Durchgangsstraße Angelegenheit des Staats ist, können die Anlieger mit einem günstigen Umlagesatz von voraussichtlich zwei bis drei Euro pro Quadratmeter rechnen.

Im Übrigen versuchte Bürgermeister Grüner an Hand einer Lichtbildpräsentation ein umfangreiches Bild des Gemeindelebens zu vermitteln. Die Einwohnerzahl erhöhte sich im letzten Jahr um 40 auf 2294, davon haben 2203 einen deutschen Reisepass. Unter den 91 Ausländern sind 42 EU-Bürger.

Veränderungen gab es in der Gemeindeverwaltung. Die markanteste war die Verabschiedung von Geschäftsführer Peter Helldörfer in den Ruhestand. Auf ihn folgte Ulrich Meierhöfer.

Die Kasse verwaltet vorübergehend Alexander Lang aus Bärnfels, ihm wird als Dauerlösung, Thilo Dressel aus Herzogwind folgen. Das soll ebenfalls Anfang 2016 passieren. Keine Sorgen hat Grüner im Fortbestand der Grundschule in Bärnfels.

Das Schuljahr begann mit 67 Kindern. Jetzt sind es aufgrund der Unterbringung von Asylsuchenden fünf Schüler mehr.

Unaufgeregt werden in Obertrubach die Unterbringung und der Umgang mit Asylbewerbern gesehen. 60 Menschen sollen einmal in einem ehemaligen Hotel Quartier finden. Erforderliche Brandschutzmaßnahmen verzögern die komplette Belegung.

Unter den zurzeit 45 Bewohnern kommt die größte Gruppe mit 25 aus Syrien, sechs sind aus der Ukraine, fünf aus Albanien, vier aus dem Irak, drei aus Nigeria und zwei aus Afghanistan. Sechs der Flüchtlinge halfen schon mit positiver Resonanz bei gemeindlichen Arbeiten.

Keine Bauplätze kann die Gemeinde zurzeit in Obertrubach anbieten, jeweils drei gibt es in Geschwand und Bärnfels. Der Preis beträgt 30 Euro pro Quadratmeter plus Erschließung.