Die Närrinnen präsentierten sich wieder einmal in Höchstform, sie wissen wie man Fasching macht, denn die Themen und Ideen scheinen ihnen nicht auszugehen. Beim Weiberfasching überraschen sie immer wieder ihr Publikum mit neuen Sketchen und Darbietungen. So war es auch diesmal, ein bestimmtes Motto ist nicht vorgegeben und dies erweist sich als Vorteil, denn das bunt gemischte Narrenvolk kam in originellen Kostümen um spritzig, witzig und froh gelaunt zu feiern.

Der Ideenreichtum der Frauen beim Maskieren war grandios. Es gab in der gut gelaunten Gästeschar im Saal viele Hippies, Bienen, Nachtschwärmer, Putzfrauen, Harlekins, Cowgirls und allerlei andere Verkleidungen. Schon zu Beginn des Abends, als die Band "Musik Tramps" mit Stimmungshits Lust auf die Tanzfläche machten, sprang der Funke auf das Publikum über zum Tanzen.

"Die Näherinnen" vom Dorf

Ihr schauspielerisches Können zeigten Andrea Siebenhaar, Gertrud Werner, Alexandra Eberl, Eva-Maria Regenfus, Walburga Schütz und Helga Wintergerst mit dem Sketch "Die Näherin". Sie erinnerten humorvoll und kabarettistisch an frühere Zeiten erinnerten, als Hausierer von Haus zu Haus ihre Waren anboten und die Neuigkeiten aus dem Dorf erzählten.

Zwischen den Unterhaltungseinlagen sorgten hilfsbereite Männer für die Versorgung mit Essen und Getränken, damit es den Damen an nichts fehlte. Als Thekenkräfte und Bedienungen standen zur Verfügung: Armin Fuchs, Josef Elsinger, Helmut Werner, Martin Regenfus, Christian Schütz und Martin Vogt.

Von Alexandra Eberle als "Siechlinde" und Eva-Maria Regenfus alias "Hans Wernerle" erfuhr man nicht nur die Ereignisse aus der dörflichen Gemeinschaft, sondern auch was es heißt mit knurrendem Magen vor einem geschlossenen Gasthof zu stehen, dass beim närrischen Volk für Lachtränen und viel Applaus sorgte.

Höhepunkt: Das Männerballett

Absoluter Höhepunkt war wie immer das Kleinsendelbacher Männerballett "Piemontkirschen". Nach der Melodie von "Biene Maja" räkelten sich Arme, Beine und weitere Körperteile in die Höhe. Das Publikum ging begeistert mit und dankte mit Applaus mit der Forderung nach etlichen Zugaben.

Zu späterer Stunde gab es die Maskenprämierung, bei der einen kleinen Preis erhielten. Der Reinerlös aus der ganzen Veranstaltung wird wie jedes Jahr einem sozialen Zweck zugeführt, teilte Gertrud Werner mit. Diesmal werden die Lebenshilfewerkstätten in Forchheim bedacht. Erst weit nach Mitternacht verabschiedeten sich die feierwütigen Frauen aus der Mehrzweckhalle Kleinsendelbach.