Noch im Jahr 2014 behauptete die Firma Autarkhaus aus Kirchehrenbach, sie würde in der Äußeren Nürnberger Straße den "Truppachpark" bauen. Stattdessen produzierte Joachim Franke, der Projektleiter von Autarkhaus, eine Insolvenz und musste sich im Februar dieses Jahres in Hof wegen Insolvenz-Verschleppung anklagen lassen.

So entstand kein Wohnpark in der Äußeren Nürnberger Straße, sondern ein "Schandfleck" (CSU-Rat Markus Schmidt). Und Gerhard Zedler, der Chef des Bauamtes hoffte schon seit Jahresanfang, dass sich ein neuer Investor finden würde.

Die Hoffnungen haben sich erfüllt. Im Bauausschuss am Montag stellte Zedler die Wohnanlage vor, die anstelle des "Truppachparks" entstehen wird: Zwei Mehrfamilienhäuser, dreigeschossig, mit drei Wohneinheiten je Etage. Allerdings werde es die einst geplante Tiefgarage nicht geben. Das bedauerte Heike Schade (FGL) aus ökologischen Gründen: In vielen Forchheimer Familien gebe es statt zwei mittlerweile bis zu vier Autos - aber keinen Platz zum Parken. Das sei kein Grund, Tiefgaragen zu bauen, sagte Reinhold Otzelberger (SPD). Mindestens zusätzliche 20 000 Euro müsse ein Bauherr für einen Tiefgaragen-Platz ausgeben. Auch Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) war der Auffassung, dass weder Tiefgaragen noch eine höhere Zahl von Stellplätzen bei Bauprojekten gefordert werden sollten: "Dann gibt es keinen bezahlbaren Wohnraum mehr."


Blanko-Scheck fürs Parken?

Dass manche Straßen der Stadt zugeparkt würden, sei nicht zu verhindern, meinte Reinhold Otzelberger: "Wir haben eine Stellplatzverordnung, mehr können wir nicht machen." Heike Schade hatte Otzelberger vorgeworfen, den Autofahrern einen "Blanko-Scheck fürs Parken" auszustellen.

Gerhard Zedler betonte die Berechtigung oberirdischer Parkfläche. 1,5 Stellplätze pro Wohneinheit seien in Forchheim einzuplanen. Je ein halber Platz sei verpflichtend oberirdisch - auch an die Gäste der Bewohner müsse gedacht werden.