Kreisklasse 2 ER/PEG: DJK Kersbach (2.) - Spvgg Hausen (13.)

"Ich habe gehört, dass bei Hausen am Wochenende Jörg Welker an der Seitenlinie stehen wird", sagt Kersbachs Trainer Lutz Reinhold und freut sich, den alten Kollegen beim "inFranken-Kick" am Sonntag um 15 Uhr wiederzusehen. In der Saison 2013/14 erreichte die DJK mit Trainer Welker und seinem Co Reinhold die Relegation zur Kreisliga. Seither sind drei Jahre vergangen, dennoch wird Welker den einen oder anderen Tipp haben, um seinem Ex-Team ausgerechnet an dessen Kirchweih die erneute "Reli"-Teilnahme zu vermasseln.

Nützliche Hinweise wird Hausen im Derby bitter benötigen, denn die Spvgg spielt gegen die mit Abstand beste Mannschaft der Rückrunde. "Kersbach ist extrem stark, da können wir jede Hilfe gebrauchen", sagt Hausens Abteilungsleiter Matthias Kaube, der den Einsatz von Jörg Welker bestätigt. Bereits in der Vorwoche stand er zur Unterstützung an der Seitenlinie, da Spielertrainer Christian Nagengast genauso wie er selbst verhindert waren. Nagengast wird auch in den letzten beiden Spielen von außen unterstützt.

Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone. Sollte der TSV Neunkirchen II gegen den ATSV Forchheim verlieren, hätte die Spvgg auch bei einer Niederlage den Klassenerhalt geschafft. "Darauf wollen wir uns nicht verlassen und gegen Kersbach etwas mitnehmen. Es wird auf die Defensive ankommen, die in dieser Saison nicht unsere Stärke ist. Vorne sollen unsere beiden Stürmer über Konter zum Erfolg kommen." Einer davon ist Winterneuzugang Ramadan Chousein, der nach seiner Rückkehr schon elf Mal getroffen hat. Der andere ist Felix Hüttner, hat 13 Tore auf dem Konto und will nach seiner Roten Karte im Hinspiel den Schlusspfiff erleben

Das Kersbacher Ziel sind derweil zwei Siege aus den letzten beiden Partien. "Wir haben zwei Heimspiele. Wenn wir das noch versauen, sind wir selbst schuld", sagt Reinhold. Seine Mannschaft ist nach der Ebermannstadter Niederlage punktgleich auf dem Relegationsrang. Diesen Platz hat die DJK das letzte Mal erreicht, als Welker mit Reinhold ihr Trainer war. "Ich wünsche ihm viel Glück, aber nicht gegen uns", schmunzelt der Kersbacher Coach.

Personell kann er bis auf die beiden langzeitverletzten René Meier und Florian Schütz aus dem Vollen schöpfen. "Der breite Kader ist unsere Stärke. Daran haben die meisten anderen zu knabbern. Mit jedem Wechsel kann ich die Mannschaft nochmal verstärken." Anders als in der Hinrunde, als Reinhold acht Wochen ausfiel, steht der Spielertrainer morgen auf dem Feld. "Wir können uns nur selbst schlagen, aber gegen die Hinteren tun wir uns immer schwerer." Für Reinhold wäre die Relegation oder sogar der Aufstieg ein passendes Abschiedsgeschenk. "Seit der Bekanntgabe, dass ich nach Eggolsheim gehe, bin ich zusätzlich motiviert." uwke