Die Frage, wie Prominente Weihnachten verbringen, wurde schon oft gestellt. Alle Jahre wieder lesen wir, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel zwischen den Jahren im Engadin in der Schweiz ist. Meist komplett ohne Schnee feierte dagegen Entertainer Thomas Gottschalk in seiner Wahlheimat Kalifornien, bevor der in Bamberg geborene und in Kulmbach aufgewachsene 70-Jährige im vergangenen Jahr nach Baden-Baden zog.

Eine besondere Gratwanderung stellt die stade Zeit für Profisportler dar. Vor allem im Hallensport sind trotzdem Spiele angesetzt - teilweise sogar im Ausland. Plätzchen und Gänsebraten passen nicht wirklich in den strengen Trainingsplan. Corona sorgt heuer für eine zusätzliche Herausforderung, wie Stefan Kießling erzählt. Der gebürtige Lichtenfelser spielte für den 1. FC Nürnberg und Bayer Leverkusen. Bei der Werkself ist er seit 2018 bei Rudi Völler in der Geschäftsführung tätig.

"Wenn ich an Weihnachten in meiner Kindheit in Bamberg denke, fällt mir als Erstes das Warten mit der Familie auf das Christkind ein, gemeinsam die Geschenke auspacken, gutes Essen und das Beisammensein. Unser Ablauf war jedes Jahr gleich: Kirche, Abendessen und danach die Bescherung. Auf dem Christkindlesmarkt in Nürnberg waren wir nicht. Insgesamt hat sich eigentlich auch nicht viel geändert, als ich Profifußballer wurde, da wir über die Weihnachtstage frei hatten und die Zeit mit der Familie genießen konnten. Seitdem ich in Leverkusen wohne, feiern wir das Fest mit den Omas und Opas in der Regel vorher, da wir über Weihnachten gerne ein paar Tage wegfahren. Zu meiner aktiven Zeit haben wir immer irgendeine Lösung gefunden, alle Verwandten zu sehen. Mit dem Karriereende wurde es nicht leichter.

Dieses Jahr wird es leider ein wenig anders ausschauen. Zum Beispiel werde ich nicht in Bamberg sein. Aber was auch in Zeiten von Corona zu Weihnachten auf keinen Fall fehlen darf, ist die gemeinsame Zeit mit meiner Frau und den Kindern. Auch leckere Lebkuchen und gutes, deftiges Essen gehören einfach dazu."