Die Pottensteiner Erlebnismeile, Nordbayerns größte Freizeiteinrichtung, ist um eine große Attraktion reicher. Denn am Wochenende war es nach etwa einem halben Jahr Bauzeit so weit: Der Soccerpark Pottenstein im Ortsteil Regen-thal, der aus einer 27 000 Quadratmeter großen Fußballgolfanlage mit 18 Bahnen, einem Indoor-Hochseilgarten, einem Bistro und einem Biergarten besteht, öffnete seine Pforten.

Fliesenlegermeister Rainer Wendel aus Regenthal hat in dieses Projekt 1,7 Millionen Euro investiert. Auf die Idee gekommen ist Wendel, als er vor einigen Jahren im Urlaub war und dort Fußballgolf gespielt hatte. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er beschloss, so eine Anlage in seinem Heimatdorf auf einem großen ehemaligen Feld vor seinem Haus- und Geschäftsgebäude selbst zu bauen.


Ganzjährig geöffnet

Die Vorgeschichte dauert aber schon länger.
Nach fünf Jahren Planungsphase mit langwierigen Genehmigungsprozessen für einen "vorhabensbezogenen Bebauungsplan" folgten nur rund fünf Monate Bauzeit für den 27 000 Quadratmeter großen Fußballgolfplatz und den Indoor-Hochseilgarten, eine Kletterhalle mit einer Höhe von zehn Metern. Diese Kletterhalle hat man mit dazu gebaut, um die Anlage ganzjährig öffnen zu können. Dies sei man auch dem Personal schuldig, sagt Wendels Beraterin Zdenka Rauth-Fischer, die für den "kreativen Fliesenleger" auch den Businessplan erstellt hatte. 80 Sitzplätze hat das Bistro mit dem Pizzaholzofen, noch einmal so viele der Biergarten im Freien. Zur offiziellen Eröffnung war auch Landrat Hermann Hübner gekommen, der Wendels Unternehmergeist lobte. Die Anlage sei in Nordbayern einmalig und für die Fränkische Schweiz von großer Bedeutung. "Solche Ideen braucht unsere Region", hob Hübner hervor.

Der Fußballgolfplatz hat 18 Bahnen mit einer Länge zwischen 25 und 120 Metern. In der rund 300 Quadratmeter großen Kletterhalle hat man einen Indoor-Hochseilgarten mit vier Parcours mit Schwierigkeitsgraden von leicht bis schwer und insgesamt 32 Elementen untergebracht. "Das ist schon was für Kinder ab vier Jahren", sagt Rauth-Fischer. Allerdings nur auf der untersten Ebene, wo die "Esel" sind. "Da wir ja in Pottenstein sind, haben wir keine Koalabären, sondern Esel genommen", so Rauth-Fischer auf die Frage, was es denn mit den Eseln auf sich habe. Denn bekanntlich sind die Pottensteiner ja die "Esel".