Berufe verbinden, und so fliegt der Steilpass heute von Schreiner zu Schreiner, von Poxdorf nach Schlaifhausen, wo Johannes Pieger den Ball aufnimmt. Der 25-jährige Verteidiger laboriert noch an einem Bänderriss und schenkt deshalb momentan einem anderen Hobby etwas mehr Aufmerksamkeit.

Wer hat Sie angespielt?
Pieger: Mein alter Schulkollege Marius Serban-Ludwig, der zusammen mit mir Schreiner gelernt hat, ein wirklich sehr kollegialer und ehrgeiziger Mensch. Außerdem ein super Fußballer. Ich dachte früher, er hat ein paar Kilo zu viel auf den Rippen, bis ich ihn spielen sah. Schade, dass wir nie in der selben Mannschaft gekickt und irgendwann den Kontakt verloren haben. Seit Jahren treffen wir uns noch einmal jährlich auf der Bergkirchweih oder auf dem Sportplatz, wenn auch nur selten.


Wie sieht Ihr Laufweg aus?
Bis zur B-Jugend habe ich in Kirchehrenbach gespielt. Dann wechselte ich nach Weingarts beziehungsweise zur JFG Oberland Kickers 04, für die ich als A-Jugendlicher auflief. Da hatte ich eine sehr schöne Zeit. Als Team waren wir überragend, alle haben sich super verstanden, und das Umfeld hat auch gepasst.

Im Herrenbereich bin ich dann wieder für Kirchehrenbach gestartet. Nach nur einem Jahr wechselte ich dann aber zusammen mit unserem Torwart Patrick Farr zur DJK-FC Schlaifhausen, wo mein Cousin Zweiter Vorsitzender ist. Dort spiele ich nun die sechste Saison und bin auch Ausschussmitglied. Umso mehr hoffe ich, dass es nun zum 50. Vereinsjubiläum mit dem Aufstieg klappt.

Was erwarten Sie vom Wochenende?
Ich werde wohl ein ruhiges Wochenende verbringen. Heute wirke ich als Vorstand und Sänger des Schlaifhausener Gesangvereins bei einem Herbstkonzert in Dormitz mit. Sonntag steht dann das Auswärtsspiel bei der DJK Weingarts II an. Leider habe ich mir Anfang der Saison einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen. Ich hatte gehofft, zu den wichtigen Spielen gegen den TKV und Weingarts wieder fit zu sein. Nun zieht sich meine Verletzung wohl doch länger hin. Umso schöner zu sehen, dass die Mannschaft seither auch ohne mich keinen Punkt mehr abgegeben hat. Ich bin sicher, dass wir auch in Weingarts gewinnen können. Ich freue mich, dorthin zurückzukehren, um mit alten Freunden anzustoßen.

An wen passen Sie weiter?
Ich würde gerne einen weiteren Kollegen aus unserer alten Schreinerklasse anspielen, Hannes Böhm von SpVgg Dürrbrunn/Unterleinleiter. Hannes ist immer ein ruhiger, bodenständiger Typ, dem ein Lächeln ins Gesicht geschnitzt wurde. Fußballerisch hat er viele Qualitäten, wenn er das Spiel vor sich hat. Wir sehen uns immer noch häufig am Wochenende, um immer wieder darüber zu lachen, was wir während unserer Ausbildung alles erlebt haben.