Spiel gewonnen, aber noch viel Verbesserungsbedarf gesehen: Das Debüt von Christian Springer auf der Trainerbank der SpVgg Jahn Forchheim ist geglückt. Nach dem 3:2-Sieg beim FC Eintracht Bamberg möchte der Landesligist im Heimspiel gegen den FC Coburg am Samstag um 15 Uhr direkt nachlegen.

SpVgg Jahn Forchheim (2.) -FC Coburg (12.)
Ruhe bewahren und ballsicherer werden - das sind für Christian Springer die entscheidenden Erkenntnisse aus dem Bamberg-Spiel. Als die Eintracht nämlich auf 2:3 verkürzte, bekam die SpVgg in der Schlussphase etwas Fracksausen. Gegen mit vier oder fünf Mann pressende Bamberger machte sich Hektik breit, das gepflegte Kurzpassspiel funktionierte kaum noch. Und genau das wurmte Springer. Zweikontakt-Fußball ist sein Zauberwort und derzeit auch der Hauptbestandteil im Training. Also Ball annehmen, gucken, weiterspielen. Mit Ruhe und Übersicht. "Der Passgeber muss warten, bis der Mitspieler in Position gelaufen ist. One-Touch-Fußball sieht natürlich prima aus, aber nur, wenn er auch funktioniert. Und das tut er bei uns nicht", so Springer.

Neben den taktischen Feinheiten muss sich der Jahn-Coach gegen Coburg auch personell etwas einfallen lassen. Inzwischen ist klar, dass Thomas Roas aufgrund einer Verletzung am Fersenbein für acht Wochen ausfallen und diese Saison wohl nicht mehr eingreifen wird. Mit Andi Mönius fehlt nun ein zweiter Schlüsselspieler in der Offensive für mindestens drei bis vier Wochen. Gegen Bamberg hat sich der 26-Jährige einen Spiralbruch im kleinen Zeh zugezogen. Damit müssen die zwei besten Torschützen für lange Zeit passen. Fit ist zwar Sieben-Tore-Mann Felix Burkel, der Stürmer wird sich zur kommenden Saison aber dem SV Buckenhofen aus der Kreisliga anschließen. Eine Entscheidung, die man so nicht hat kommen sehen. Auch Springer war überrascht: "Das hat mich richtig kalt erwischt. Wir hätten Felix gerne auch nächste Saison bei uns gesehen, aber Buckenhofen war da einfach schneller."

Nun geht es gegen Coburg, der abstiegsbedrohte FC hat zuletzt zwei Pleiten kassiert und ist nicht gerade für erfrischenden Hurra-Fußball bekannt. Der Ex-Clubberer Daniel Sam (32) ist im Sturm der zentrale Mann. "Mit seinen fast zwei Metern ist er der Zielspieler, ihn müssen wir gut verteidigen", so Springer. Coburg ist aber ein junges Team, das bei Spielen kaum auf 22 Jahre im Schnitt kommt.