Die vergangene Kreisliga-Saison hatte für den SV Gloria Weilersbach ursprünglich vielversprechend angefangen. Ein gesicherter Platz im Mittelfeld der Tabelle machte den Verantwortlichen Hoffnungen auf eine ruhige Saison. Allerdings sollte sich dies ab der Winterpause schlagartig ändern. Wolfgang Amon sprang von da an als Co-Trainer ein und versuchte, gemeinsam mit Abteilungsleiter Arno Amon den drohenden Sturz in die Kreisklasse abzuwenden. Jedoch vergebens. Mit 27 Zählern rangierten die Weilersbacher schließlich auf dem vorletzten Tabellenrang der Kreisliga 1 im Kreis Erlangen/Pegnitzgrund. Wolfgang Amon, mittlerweile wieder Trainer der Reservemannschaft, blickt trotz des Abstieges zuversichtlich in die Zukunft seines Vereins.

Wie war die Gemütslage, als klar wurde, es reicht heuer nicht zum Klassenerhalt?
Wolfgang Amon: Sehr schlecht natürlich.
In der Winterpause belegten wir noch einen guten Platz im Mittelfeld der Tabelle. Allerdings ist in der Winterpause sehr viel passiert. Das konnten wir leider nicht abfangen, so dass letztlich der Abstieg nicht mehr vermeidbar war. Doch mittlerweile hat sich die Mannschaft von dem Schock erholt und arbeitet wieder konzentriert zusammen.

Woran hat es gelegen? Was fehlte am Ende?
Drei absolute Leistungsträger hatten sich in der Vorrunde schwer verletzt. Zudem entschied sich unser Spielertrainer in der Winterpause, uns kurzfristig zu verlassen. Des Weiteren sind drei weitere Spieler ebenfalls in der Winterpause gegangen, so dass wir letztlich vor einer ganz anderen Mannschaft standen als noch zu Saisonbeginn. Der Abteilungsleiter und ich haben dann das Traineramt übernommen. Wir wollten gemeinsam mit den Jungs und zahlreichen Spielern aus der zweiten Mannschaft noch den Klassenerhalt schaffen. Allerdings war der Qualitätsverlust so enorm, dass wir dem Abstiegsstrudel nicht mehr entgehen konnten. Außerdem waren die zahlreichen jungen Spieler aus der Reservemannschaft diesem Druck nicht gewachsen.

Welche Maßnahmen wurden nun ergriffen?
Wir haben ein paar charakterlich ganz positive Neuzugänge, die sich super integrieren. Mit Christian Bergmann haben wir einen starken Spielertrainer dazugewonnen, der zuletzt noch bei den Amateuren des 1. FC Nürnberg tätig war. Er ist eine absolute Persönlichkeit und geht sehr gut mit den Jungs um. Das gefällt mir sehr. Zwar fehlen uns noch ein paar verletzte Spieler, aber ich bin zuversichtlich, dass wir eine Mannschaft stellen werden, die sich vollends mit dem Verein identifizieren wird.

Wie lauten die Ziele für die kommende Saison?
Wir wollen uns erst in der Liga etablieren und nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Es ist unser Ziel, eine Mannschaft aufzubauen, die sich langfristig mit dem Verein verbunden fühlt und irgendwann wieder den Wiederaufstieg anpeilen wird. Die nächste Saison wird von vielen Nachbarschaftsduellen geprägt sein, daher ist sie wirklich schwer einzuschätzen. Aber ich bin mir sicher, dass wir den aktuellen Umbruch in der ersten Mannschaft erfolgreich meistern werden.