Der 1. FC Burk stellte den SV Buckenhofen im Derby der Kreisliga vor große Probleme. Das erwartet einseitige Spiel fand zwar nicht statt, am Ende setzte sich aber der Tabellenführer gegen das Schlusslicht noch mit 2:0 durch.

1. FC Burk - SV Buckenhofen 0:2
Die Schwierigkeit für die favorisierten Gäste aus Buckenhofen bestand im Derby darin, die unbestrittene Qualität auf den Platz zu bringen. Mit eben diesem Geläuf haderte SVB-Trainer Helmut Wolff. "Wir konnten bei diesen Platzverhältnissen den Ball nicht laufen lassen. Es war relativ einfach für den Gegner, da wir die Bälle vorn nicht festmachen konnten. Respekt an Burk, sie waren defensiv sehr organisiert gestanden."

Der Tabellenführer hatte zu knabbern und war sogar mit dem Glück im Bunde, denn ein Kopfball von Bastian Kupfer wurde auf der Linie geklärt, und als Christian Kroher nach einer halben Stunde für Burk den Torschrei auf den Lippen hatte, wurde er lediglich von Linienrichter Dieter Wolf aufgrund einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Die Zuschauer waren sich einig, dass Lukas Schmidt, der den Pass aus Kroher spielte, aus spitzem Winkel lieber selbst hätte abziehen sollen (30.). Bis dato war von den ambitionierten Gästen wenig zu sehen. "Wir wollten natürlich die Räume eng halten. Wenn du gegen Buckenhofen zu offen stehst, kontern sie dich gnadenlos aus. Dafür haben sie zu viel Qualität. Unser Ziel war es, Nadelstiche zu setzen - fast wäre es uns gelungen", bedauerte FC-Trainer Christian Martin. Er hatte seine Mannschaft im 4-3-3 aufs Feld geschickt mit drei tief stehenden Reihen, die die eigene Spielfeldhälfte nur im Notfall oder bei einer der vereinzelten Offensivaktionen verließen. Stürmer Klaus Kainer war gleichzeitig der erste Verteidiger, den Buckenhofen überwinden musste. "Dennoch hatten wir das Übergewicht, wie es auch sein soll, wenn der Erste gegen den Letzten spielt. Zwingend war es jedoch nicht in der ersten Hälfte", so Wolff.

Vor dem Seitenwechsel hatte Felix Pfister noch die Chance zur Führung der Gäste, ihm versprang der Ball jedoch vor dem leeren Tor (40.). "In der Pause habe ich zu meinen Jungs gesagt, dass wir hier nicht kombinieren können, deswegen haben wir umgestellt und fortan selbst mit langen Bällen auf die Außenbahnen agiert und den Gegner so noch mehr unter Druck gesetzt, verrät Wolff seine Taktik. Die entscheidende Szene spielte sich nach einer Stunde an der Burker Sechzehnerkante ab. Die Gastgeber leisteten sich ein Foul, Florian Eichinger legte sich das Spielgerät zurecht und drosch den Ball an der Sechs-Mann-Mauer vorbei ins Torwarteck zum 0:1 (60.).

"Keinen Vorwurf an meine Jungs. Die Mannschaft hat das umgesetzt, was ich gefordert habe: einen Auftritt mit Leidenschaft und Kampfgeist. Schade, dass sie sich nicht für ihre Leistung belohnt hat. Wir hatten zwar zwei, drei Möglichkeiten in Führung zu gehen, schaffen es aber nicht. Später ist es typisch für unsere Situation, dass wir durch einen Standard das Gegentor bekommen", bedauerte Martin. Nach einem Zauberball von Kainer hatte Lukas Schmidt nochmals die Chance zum Ausgleich, vergab jedoch (71.). "Tore fallen durch Freistöße, Konter oder sonst irgendwas. Das zählt im Fußball ja bekanntlich alles dazu. Was letztlich der Dosenöffner in einer solchen Partie ist, spielt keine Rolle", so Wolff, der noch einen zweiten Treffer sah. Der eingewechselte Andre Schell bediente den ebenfalls eingewechselten Philipp Hoffmann, welcher auf Jonas Weber querlegte. Dieser schob zum 0:2 in der Nachspielzeit ein. "Respekt an meine Mannschaft. Ich hoffe, dass wir diese Leistung in den nächsten Spielen ebenfalls abrufen können, um die notwendigen Punkte bis zur Winterpause zu holen. Glückwunsch an Buckenhofen zum Sieg", so Martin, der sich nach der guten Leistung seines Teams auf dem anschließenden Burker Weinfest sehen lassen konnte, auch wenn erneut die anderen mehr zu feiern hatten.
1. FC Burk: Mühlfriedel - Serban-Ludwig, Kupfer, Mauer, Priebusch - Ruppert, Kroher, Knauer, Kainer - Schmidt (73. D'Antona).
SV Buckenhofen: Dinovskyy - Wirth, Wolff, F. Kupfer, Ludwig, Schmidt, S. Kupfer, Weber, Pfister - Eichinger, Burkel (57. Baier, 73. Hoffmann, 73. Schell). Tore: 0:1 Eichinger (60.), 0:2 Weber (90.). SR: Felix Wild (SV Pretzfeld). Zuschauer: 350