Nach der Niederlage im InFranken-Kick wurde die DJK Weingarts vom TSV Neunkirchen, der einen Last-Minute-Sieg in Eckenhaid holte, von der Spitzenposition gestoßen.

TSV Brand - DJK Weingarts 1:0
Den InFranken-Kick der Kreisliga 2 zwischen der DJK Weingarts und dem TSV Brand nahmen viele Kiebitze der Konkurrenz zum Anlass, um ein wenig zu spionieren. Irgendwie logisch war, dass sich auch Steffen Staudinger, Ex-Coach beider Mannschaften, an alter Wirkungsstätte zeigte. Für ihn war es nach 90 Minuten eigentlich ein 0:0-Spiel. "Brand hat gegen eine gute Mannschaft klasse gekämpft, deswegen kann man ihren knappen Sieg ruhig gelten lassen", resümierte Staudinger.

Vom Start weg waren jedoch die Gäste aus Weingarts die spielbestimmende Mannschaft. Matthias Werner verpasste bereits nach wenigen Sekunden das Tor nur knapp.
Philipp Nagen-gast machte es ihm auf ein Zuspiel von Florian Erlwein nach und verfehlte ebenfalls. Danach wurde es gegen die beste Defensive der Liga (nur ein Gegentreffer in drei Spielen) jedoch immer schwerer. Brands Vertretungs-Trainer Christian Häring hatte angeordnet, die Weingartser früh zu stören, so dass ihnen kein kontrollierter Spielaufbau möglich war. "Das war problematisch, da wir dadurch nicht wie sonst in unser Spiel reingekommen sind", musste DJK-Trainer Arne Schmidt zugeben. Aufgrund der defensiven Ausrichtung hatte Brand in der ersten Hälfte nur eine Torchance, als Stefan Braun aus 18 Metern schoss, aber Daniel Nüssel abtauchte und die Murmel am Tor vorbeilenkte.

"Hut ab vor meiner Truppe, kämpferisch war das richtig gut und hinten waren wir kompakt gestanden. Ich wusste, wenn es lange 0:0 steht, wird Weingarts ungeduldig", sagte Häring nach dem Spiel und war froh, dass seine Mannschaft das 1:0 genau zum richtigen Zeitpunkt erzielte. Nach dem Seitenwechsel verspielte Weingarts den Ball, Häring wurde durch die Lücke angespielt und legte quer auf den gerade erst eingewechselten Jürgen "Wille" Wilfling. Dieser stahl sich an den ersten Pfosten und versenkte zum 1:0 (54.).

Die Aufgabe für die Gäste wurde durch den Rückstand noch mal einen Ticken schwerer, da Brand nun nicht mehr viel bis gar nichts mehr für die Offensive machte. "Weingarts hatte ein Chancenplus und eine brutale Qualität, darüber brauchen wir nicht diskutieren. Nach dem Gegentreffer wurden sie jedoch zu hektisch und haben sich ihre Möglichkeiten nicht so klar herausgespielt, wie ich das erwartet hätte", meinte Häring zum Gegner. Weingarts schöpfte in den letzten Minuten alle personellen Mittel aus, um zumindest noch einen Punkt mit nach Hause zu nehmen und weiterhin ungeschlagen zu bleiben. Ferdinand Drummer zog sich in dieser umkämpften Phase einen Cut am Kopf zu, wurde aber sofort von Vater Bernhard mit einem Kopfverband versorgt. Gänzlich verhindern konnte die Abwehrreihe der Hausherren die DJK-Chancen nicht. Im Zuge einer Freistoßflanke drosch Matthias Werner beispielsweise das Leder knapp über die Querlatte, Ferdi Drummer war nach einem Eckball beinahe mit seinem verarzteten Kopf zur Stelle.

Die wahrlich größte Möglichkeit hatte jedoch Philipp Nagengast, nachdem ihm Florian Erlwein den Ball zurückgelegt hatte. In der 91. Minute schoss der Maigischer den Ball an den Querbalken. "Brand hat das gut gemacht. Sie stehen defensiv kompakt, gut geordnet und sind eine sehr athletische Mannschaft. Trotzdem hatten wir genügend Chancen, um zumindest den Ausgleich zu erzielen", musste Arne Schmidt einsehen. Seine Rückkehr nach Brand hatte sich der Trainer der Maigischer anders vorgestellt.

TSV Brand: Jäger - Kratzer, T. Schroft, R. Schroft, Prütting - D. Schroft, Hager, Braun, Munker - Marsing, Häring (Wilfing, Hecker).
DJK Weingarts: Nüssel - Ismeier, Friedl, Siebenhaar, Haller - Leikam, Link, N. Drummer, Werner - Nagengast, Erlwein (Stenglein, Vogelmann, F. Drummer).
Tor: 1:0 Wilfing (54.). Zuschauer: 200. SR: Simon Gottschalk (Schnaittach)